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Wer von Domodossola nach Locarno fährt, muss seit kurzem auf dem italienischen Abschnitt einen Zuschlag von 2 Franken auf den Ticketpreis zahlen. Das Geld kassieren die Kondukteure der italienischen Betreiberfirma SSIF in bar.
Die SSIF begründet den Zuschlag mit dem Mehrwert, den die grossen Fenster und die Klimaanlage der renovierten Wagen bieten würden. Ab 10. Juni sind auf dieser Strecke täglich sechs solche Wagen im Einsatz.
Kritiker wie Edwin Dutler, Präsident des Fahrgastverbandes Pro Bahn, sprechen von einer Zwangsabgabe: «Nachmittags verkehren nur neue Züge. Da muss jeder zahlen.» Die Abschaffung des Zuschlags fordert auch der Direktor der Locarneser Verkehrsgesellschaft Fart, Mauro Caronno: «Für den Aufschlag erhalten die Fahrgäste keinen wirklichen Gegenwert.»
eb
30. Mai 2007
