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Flüssige Grillanzünder und Lampenöl sind gefährlich. Vor allem bei Kindern kommt es immer wieder zu Vergiftungen.
Achtung, beim Grillieren besteht Vergiftungsgefahr! Das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum (Tox) registriert pro Jahr durchschnittlich 75 Vergiftungsfälle, die durch Lampenöl und flüssige Grillanzünder verursacht wurden. Betroffen sind zumeist Kinder, welche die Flüssigkeiten getrunken haben.
Die paraffinhaltigen Öle und Petroleumdestillate sind dünnflüssig und gelangen daher leicht in die Luftröhre. Sie können folgende Symptome auslösen: Atemnot, Husten, Übelkeit, Bauchschmerzen, Schwindel und im schlimmsten Fall eine Lungenentzündung.
Solche Produkte sollten nicht in Kindernähe aufbewahrt werden, empfiehlt Tox-Oberarzt Andreas Stürer. Auf jeden Fall sollten Eltern betroffene Kinder umgehend ärztlich kontrollieren lassen (Tox-Notfallnummer 145 oder Rettungsdienst-Nummer 144). Zudem sollte man nie versuchen, ein Erbrechen herbeizuführen.
Das Bundesamt für Gesundheit mahnte vor kurzem zur Vorsicht bei Lampenölen als «einer der gefährlichsten Produktegruppen im Haushalt». Die deutsche Bundesregierung hat bei der EU-Kommission beantragt, klare, dünnflüssige Öle EU-weit zu verbieten.
eb
13. Juni 2007
