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Artikel | saldo 13/2007

Drogeriekette Müller billiger als Manor und Coop

Eine saldo-Stichprobe zeigt: Beim Kauf von üblichen Drogerieprodukten kommen die Konsumenten beim Fachhändler häufig günstiger weg als beim Grossverteiler.

Ob ein Parfüm von Celine Dion, neue Rasierklingen von Gilette oder ein Haarfärbemittel von Garnier – Produkte aus der Drogerie können ins Geld gehen. Es lohnt sich daher, die Preise der verschiedenen Anbieter zu vergleichen. saldo stellte einen Warenkorb mit handelsüblichen Produkten zusammen und prüfte, was die Artikel in einer Drogeriekette, bei einem Detailhändler und in einem Warenhaus kosten. Das Ergebnis ist eindeutig: Bei der Drogeriekette Müller gibt man deutlich weniger Geld aus als bei Coop und Manor.

Manor und Coop: Kaum Unterschiede bei den Preisen

In der Abteilung Körperpflege wurden typische Waren aus dem Badezimmerbereich sowie eine Sonnencreme verglichen. Im Bereich Schönheit lagen ein Selbstbräuner, zwei Nagellacke, ein Haarfärbemittel sowie eine Anti-Cellulite-Creme im Warenkorb. Von der Parfümerie wurden Eau-de-Toilette-Produkte verschiedener Anbieter gewählt, ausserdem aus dem Haushaltssektor ein Geschirrspülmittel sowie ein Grillreiniger.
In jedem erhobenen Bereich erwies sich die Drogerie Müller als günstiger als die Konkurrenz von Coop und Manor. Auffallend ist, dass sich Coop und Manor in den Bereichen Körperpflege und Schönheit preislich kaum unterscheiden. Nur bei der Parfümerie gab es bei den zwei Grossverteilern zwischen den einzelnen Produkten grössere Differenzen. Hier kann der Kunde am meisten Geld sparen, wenn er die Preise sorgfältig vergleicht.
Das Gesamtergebnis spricht klar für die Drogeriekette. Der saldo-Warenkorb kostet bei Müller rund 293 Franken – 40 Franken weniger als bei Manor – mit knapp 333 Franken der teuerste Anbieter. Doch auch bei Coop kommt man mit Fr. 329.45 auf eine ähnlich hohe Summe.
Martin Bangerter, Geschäftsführer des Schweizerischen Drogistenverbandes SDV, erstaunt dieses Ergebnis nicht. «Man geht oft davon aus, dass der Fachhandel generell höhere Preise hat als der Grossverteiler. Doch das stimmt nicht. Die Schweizer Drogerien sind längst nicht überall teurer.»
Bei Manor verteidigt man die Preispolitik: Die Preise seien marktgerecht. Ausserdem gäbe es immer laufende Aktionen, bei denen man Markenprodukte mit 20 Prozent Rabatt anbieten würde. Coop-Mediensprecher Karl Weisskopf sagt: «Coop orientiert sich nicht an Müller, sondern an unseren grossen Konkurrenten wie Migros und Manor. Ausserdem hat Coop ein dichtes Verkaufsstellennetz nahe beim Kunden.»

Dropa und Impuls: Preise variieren von Filiale zu Filiale

Nicht berücksichtigt wurden in der Stichprobe andere grosse Drogerieketten wie Dropa oder Impuls-Drogerie. Der Grund lag darin, dass die Preise bei diesen Ketten von Filiale zu Filiale verschieden sind. Ein Preisvergleich war daher nicht möglich. «Unsere Preise basieren auf einer Empfehlung, können aber der geografischen und wirtschaftlichen Lage angepasst werden», sagt Dropa-Mediensprecherin Ivana Kardosch.
Ob Impuls und Dropa zu den günstigen oder teureren Anbietern gehören, war mit einigen wenigen Stichproben nicht festzustellen. Die Gilette-Rasierklingen kosteten in einer Dropa-Filiale Fr. 20.90, also ähnlich viel wie in der Drogerie Müller. Der K2R-Backofen-Grillreiniger war mit Fr. 6.20 dagegen teurer als bei allen getesteten Anbietern.
Ivana Kardosch von Dropa rechtfertigt die teilweise höheren Preise mit einem besseren Service: «Bei uns kauft man nicht willkürlich ein Produkt. Wir beraten unsere Kundschaft, damit für jedes Bedürfnis der passende Artikel gefunden werden kann.»

05. September 2007 | Marc Mair-Noack/Sabine Rindlisbacher


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Kommentare (1)

 
  • bluewin | 08.09.2007, 12:52

    Grösse ist nie alles

    Erstaunlich: viele Konsumentinnen und Konsumenten glauben, dass

    Ladengrösse auch mit günstigeren Preisen einher geht. Irrtum. Wer etwa

    auf dem Wochenmarkt oder auf dem Bauernhof Aepfel einkauft, kann dies

    oft zu einem besseren Preis tun, als in den Grossmärkten.

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