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Erst die Reklamationen von Gästen brachten die Betreiber des Zürcher Wellness-Klubs Asia-Spa dazu, ihre Überwachungskameras zu demontieren.
K-Tipp-Leser Thomas Marbot besuchte kürzlich den Asia-Spa. Diese grosszügig gestaltete Wellness-Oase befindet sich im neu erstellten Sihlcity-Komplex in der Stadt Zürich.
Marbots Freude war allerdings nur von kurzer Dauer. Denn kaum hatte er den Umkleideraum betreten, entdeckte er mehrere Überwachungskameras. Irritiert und empört wandte sich der 22-Jährige ans Personal und verlangte nach einer Erklärung. Man habe diese Kameras aus Sicherheitsgründen montiert, beschied man ihm. Weiter wurde argumentiert: Allein der Chef habe Zugang zu den Daten, und diese würden jeweils nach 24 Stunden gelöscht.
Marbot wurde aufgefordert, seine Adresse zu hinterlegen, damit man ihn später kontaktieren könne. Bis heute hat er von den Asia-Spa-Verantwortlichen allerdings nichts gehört.
Datenschützer:
«Das geht nicht»
Neben Marbot störten sich offensichtlich auch andere Gästen an den Kameras. Das blieb nicht ohne Folgen: Andreas Schauer, Leiter des Asia Spa, entschloss sich schliesslich, die Überwachungsapparate herunterzunehmen.
In einer ersten Stellungnahme sagte Schauer gegenüber dem K-Tipp: «Zunächst wird das so bleiben. Sollte etwas passieren, das heisst, gestohlen werden, werden wir die Kameras wieder montieren.» Wenig später erklärt Schauer aber: «Die Kameras werden in Zukunft nicht mehr eingesetzt.»
Das ist ganz im Sinne des eidgenössischen Datenschutzbeauftragten Hanspeter Thür: «Es geht nicht an, dass in einem so intimen Bereich wie einer Umkleidekabine Überwachungskameras montiert werden. Es gibt andere Möglichkeiten, um Diebstähle zu verhindern.»
06. September 2007 | Thomas Heer