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Artikel | saldo 14/2007

Pauschaltarife lohnen sich selten

Die meisten Telefon-Pauschalangebote von Swisscom & Co. sind verwirrend. Und die monatlichen Tarife relativ hoch. Löbliche Ausnahme: Cablecom. saldo sagt, für wen sich welches Angebot rechnet.

Unlimitiertes Telefonieren» mit einer Flatrate, versprechen Telefon-
anbieter in ihrer Werbung. Damit gemeint ist unbeschränktes Telefonieren zu einer monatlichen Pauschalgebühr. Doch wer genau hinsieht, merkt schnell: Bei den meisten Angeboten sind Anrufe auf Mobilnetze und
Sondernummern oder ins Ausland in der Pauschale nicht
inbegriffen. Kommt hinzu: Die Tarife gelten teilweise nur zu bestimmten Zeiten, die inbegriffenen Gesprächsminuten sind beschränkt oder an einen langjährigen Vertrag gebunden.
Bevor man sich für ein Angebot entscheidet, sollte man genau rechnen. Grundregel: Nur wenn die bisherigen durchschnittlichen Festnetzkosten die Gebühr für die Pauschale ständig übersteigen, lohnt sich ein Umstieg.


Festnetz-Flatrates

Cablecom Digital Phone
Unlimited 24
Angebot: Für 5 Franken pro Monat (zusätzlich zur Cablecom-Anschlussgebühr von 20 Franken monatlich) kann man rund um die Uhr ins Schweizer Festnetz telefonieren.
Beurteilung: Hier fällt die Anschlussgebühr von Fr. 25.25 an die Swisscom weg, die bei der Konkurrenz zur Pauschale hinzukommt. Deshalb lohnen sich die insgesamt 25 Franken für Festnetz-Telefonierende aller Konkurrenzanbieter schon ab der ersten Gesprächsminute. Für Cablecom-Kunden rechnet sich die Option ab monatlich 167 Festnetz-Gesprächsminuten. Aber: Die Gespräche ins Festnetz sind unter der Woche und tagsüber auf 50 Stunden pro Monat beschränkt. Die Mindestvertragsdauer beträgt 12 Monate und der Vertrag verlängert sich automatisch.

Sunrise Select Unlimited

Angebot: Für 24 Franken pro Monat (zusätzlich zur Anschlussgebühr von Fr. 25.25 pro Monat) kann man rund um die Uhr ins Schweizer Festnetz telefonieren.
Beurteilung: Rechnet sich nur für Vieltelefonierer. Die Gebühr von 24 Franken entspricht 350 Gesprächsminuten zur Sunrise-Normaltarifzeit. Wer weniger telefoniert, fährt mit der normalen Abrechnung bei Sunrise besser. Achtung: Ab der 600. Verbindung fallen die normalen
Gebühren an. Die Mindestvertragsdauer beträgt 12 Monate, eine vorzeitige Auflösung kostet 100 Franken.

Swisscom Halbpreis-Abonnement
Angebot: Gegen eine Abo-Gebühr von Fr. 9.80 pro Monat (zusätzlich zur Anschlussgebühr von Fr. 25.25 pro Monat) kann man von 19 bis 7 Uhr sowie am Wochenende gratis ins Schweizer Festnetz telefonieren. Zu den übrigen Zeiten wird der halbe Preis verrechnet.
Beurteilung: Wer bereits  bei der Swisscom Kunde ist, profitiert beim Halbpreis-Abo, wenn er monatlich mehr als 123 Minuten zum Normaltarif telefoniert. Aber: Das Angebot ist auf 300 Gratisanrufe und der Maximalrabatt auf 100 Franken beschränkt.


Mobilnetz-Flatrates

Orange Maxima
Angebot: Für 89 Franken pro Monat kann man unlimitiert ins Schweizer Festnetz und mit Orange-Handy-Kunden telefonieren.
Beurteilung: Geeignet für Nutzer, die häufig und vor allem unterwegs telefonieren. Wer Maxima braucht, kann sich den Festnetzanschluss und die Anschlussgebühr von Fr. 25.25 sparen. Vergleicht man Maxima mit dem Prepaid-Angebot von Coop Mobile (ohne Grundgebühr), muss man im Monat mindestens 255 Minuten mit dem Handy telefonieren, damit sich die Flatrate lohnt. Anrufe auf andere Mobilnetze sowie nach Europa und in die USA kosten pauschal 30 Rappen pro Minute.

Sunrise Relax Super
Angebot: Für 64 Franken pro Monat kann man gratis ins Schweizer Festnetz sowie ins Sunrise-Netz telefonieren.
Beurteilung: Anders als andere Pauschalangebote ist Relax Super nicht nach oben, sondern nach unten beschränkt. Die Flatrate gilt erst ab einem Umsatz von 39 Franken. Telefoniert man weniger, werden 25 Franken Grundgebühr und die tatsächlichen Kosten berechnet: 39 Rappen pro Stunde ins Festnetz und Sunrise-Mobilnetz sowie 39 Rappen pro Minute in andere Schweizer Netze. Variiert die Anrufzahl jeden Monat, fährt man mit Relax Super in umsatzstarken und -schwachen Zeiten gut.   

12. September 2007 | Mirjam Fonti


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