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Gähnen ist ansteckend, sagt man. Japanische und britische Wissenschafter behaupten nun, dass dahinter ein Akt des Mitgefühls steht. Sie zeigten 24 autistischen und 25 gesunden Kindern Videos mit gähnenden Menschen. Die gesunden Kinder liessen sich zum Mitgähnen animieren, die autistischen Kinder jedoch nicht.
Dieses Ergebnis zeigt laut den Forschern, dass sich der Mensch beim Mitgähnen unbewusst in sein Gegenüber versetzt und dessen Gefühle nachvollzieht. Autisten können die Gefühle anderer nur schwer einschätzen.
Der Drang, zu gähnen, wenn das Gegenüber dazu ansetzt, kommt nach heutigem Wissen nur bei Menschen und Schimpansen vor.
12. September 2007 | Angelica Schorre