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Die Preise für Bahn- und Busbillette steigen und steigen. Und zwar deutlich mehr als die allgemeine Teuerung. Das zeigt der K-Tipp.
Die Teuerung war in der Schweiz schon fast ein Fremdwort – ausser für Benützer öffentlicher Verkehrsmittel: Sie müssen am 9. Dezember wieder Preiserhöhungen hinnehmen. Gewöhnliche Billette schlagen laut SBB um 3,1 Prozent auf, Generalabonnemente um 3,6 Prozent und Tageskarten gar um 14,4 Prozent.
Schon im Januar hatte der Verband Öffentlicher Verkehr (VÖV) die Erhöhung unter anderem mit der erwarteten Teuerung von 3,4 Prozent seit 2004 begründet. Der K-Tipp hatte diese Prognose schon im Frühling kritisiert. Nun zeigt sich: zu Recht. Zwar fehlen noch die letzten drei Monate des Jahres, doch bislang verharrt die Teuerung bei nur 2,1 Prozent.
Der K-Tipp hat die Preise auch über einen längeren Zeitraum betrachtet (siehe Tabelle). Es zeigt sich, dass die Aufschläge in sechs Jahren auf diversen Bahnstrecken bei rund 20 Prozent liegen. Die allgemeine Teuerung im gleichen Zeitraum: gerade mal 5 Prozent.
Keine höheren Distanzzuschläge
Wenigstens hat der Preisüberwacher die Erhöhung der Distanzzuschläge verhindert. Diese Zuschläge waren ursprünglich auf Bergstrecken erhoben worden. Inzwischen gibt es sie auch auf sehr gut ausgelasteten Strecken im Mittelland. Beispiel Bern–Zürich: Für die tatsächlichen 117 km berechnen die SBB seit drei Jahren 164 km. Entsprechend mehr zahlen die Bahnkunden.
Auf Anfang Dezember wollten die SBB die Strecke gar auf 172 km «verlängern». Das dürfen sie nun nicht. Doch Paul Blumenthal, Leiter Personenverkehr bei den SBB, sagt klar: «In der Vereinbarung mit dem Preisüberwacher verzichten wir nur für ein Jahr auf die Erhöhung der Distanzzuschläge.»
Die SBB haben natürlich weitere Argumente für die Aufschläge: «Ein dichteres Zugsangebot, schnellere Verbindungen und neues Rollmaterial kosten mehr und bringen massiv höheren Kundennutzen», erklärt Sprecher Roland Binz.
Er ergänzt: Die SBB hätten zwischen 1999 und 2006 die Zahl der jährlich gefahrenen Zugkilometer um 34 Prozent erhöht. Damit sei ein GA mehr wert. Nur: Wer fährt schon doppelt so viel Zug, wenn statt des Stunden- der Halbstundentakt eingeführt wird. Und: Mit mehr Zügen wird ja nur die grössere Nachfrage befriedigt.
Tipps: So sparen Sie bei SBB-Tickets
Bahnkunden können noch einige Zeit von tieferen Preisen profitieren. Und so gehts:
16. Oktober 2007 | Marco Diener
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