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Auffällig viele Erwachsene bekommen Masern, sagt ein Experte. Der Grund: Kaum mehr Ansteckungsgefahr als Kind. Experten raten Eltern, ihre Kinder mit etwa 12 Jahren zu impfen.
Viele von Peter Mattmanns Patienten leiden zurzeit unter den juckenden roten Pusteln. Was der Arzt und Homöopath beobachtet: «Auffallend häufig erkranken jetzt junge Erwachsene», sagt Mattmann. «Bei ihnen verläuft die Krankheit oft viel schwerer als bei Fünfjährigen.»
Diese ältere Gruppe von Masernpatienten habe es früher kaum gegeben. Der Grund: Die meisten Kinder waren schon früh mit dem Virus in Kontakt gekommen. Mittlerweile ist die Mehrheit gegen Masern geimpft. Aus diesem Grund stecken sich Ungeimpfte später an, oft erst als Jugendliche oder Erwachsene. Mattmann: «Bei älteren Patienten sind Komplikationen wie Lungen- und Hirnhautentzündung häufiger.» Bei Kindern sind, so Mattmann, die Masern zwar eine schwere, aber gutartige Krankheit. Die Ärztegruppe für differenziertes Impfen empfiehlt deshalb die Impfung erst vor der Pubertät – mit etwa 12 Jahren. Das Bundesamt für Gesundheit hingegen will bereits Einjährige impfen. Dies löste auch kürzlich wieder eine heftige Kontroverse aus. Die Entscheidung müssen die Eltern treffen.
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Redaktion Gesundheitstipp
«Impfen», Postfach 277
8024 Zürich
18. März 2008
