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Artikel | K-Tipp 07/2008

Pixel In: Geldeintreiber für Registerhai

Eine Tessiner Firma macht das Inkasso für die dubiose Intercom – bekannt für erschlichene Unterschriften für Brancheneinträge.

Ein Aargauer Transportunternehmen erhielt kürzlich eine Rechnung von der Firma Pixel In in Biasca TI: Der Betrieb schulde der Intercom für den Eintrag in ein Branchenbuch 2296 Franken.

K-Tipp-Leserinnen und -Leser kennen die Intercom aus Lugano: Sie ist eine der Firmen, die bei Gewerbetreibenden Unterschriften unter teure Werbeverträge erschwindeln – und zwar mit falschen und täuschenden Angaben (siehe K-Tipp 2/2008).

Diese Intercom hat nun ihre zweifelhaften Forderungen der Pixel In GmbH übergeben. Pixel In sagt dazu, diese Forderungen seien ihr per Zession übertragen worden. Es gebe aber keine weitere Verflechtung mit der Intercom. Geschäftsführer der Pixel In ist Mario Marotta, gemäss Handelsregister ein Italiener mit Wohnsitz in Berlin.

Zum Vorwurf, die Kunden seien von der Intercom absichtlich getäuscht worden, sagt Pixel In, die «Offerierung sei nach Recht und Ordnung abgewickelt worden».

Der K-Tipp bezweifelt das stark und rät weiterhin: Wer mit falschen Angaben zu einer Unterschrift verleitet wurde, muss nichts zahlen.

Mittlerweile sind zwei neue Registerhaie mit der bekannten Masche aktiv: eine «Swiss Index» in London mit einer Kontaktadresse in Gockhausen ZH sowie eine «Branchen Info Ltd.» im englischen Birmingham.

 

07. April 2008


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