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Artikel | Gesundheits-Tipp 05/2008

Schweden ist Gesundheits-Europameister!

Der Gesundheitstipp hat die Euro08 bereits gespielt. Aber nicht mit dem Fussball, sondern mit den acht wichtigsten Gesundheitsdaten der teilnehmenden Länder. Schweden schnitt am besten ab.


Deutschland gegen Österreich – auf dem Fussballfeld ist die Favoritenrolle klar. Doch wie stehts um die Gesundheit in den einzelnen Ländern? Der Gesundheitstipp wollte wissen, welche der Fussballnationen auch der Gesundheit ihrer Bevölkerung Sorge trägt. Er ermittelte mit dem Zürcher Gesundheitsökonomen Willy Oggier acht Faktoren, die den Gesundheitszustand widerspiegeln. Dazu gehört zum Beispiel, wie viele Einwohner zu dick sind, wie viel sie rauchen und wie lange sie gesund bleiben (siehe Tabelle im pdf-Artikel).

Mit diesen acht Werten trat jedes Land gegen die anderen an. Der Spielplan war derselbe wie an der Fussball-Europameisterschaft. Pro Spiel waren also acht Punkte zu vergeben.

Unschlagbarer Sieger dieser Gesundheits-Euro ist Schweden. Im Final spielte es Portugal in sieben von acht Kriterien gegen die Wand. Einzig beim Konsum von Früchten und Gemüse schneidet Portugal besser ab. Das schwedische Institut für öffentliche Gesundheit freut sich über den Meistertitel. Es schreibt den Sieg Schwedens «besten Stürmern» zu: der staatlichen Alkoholkontrolle, der Alkoholsteuer und dem Rauchverbot in Restaurants und Cafés.

Oggier erstaunt das Resultat nicht: «Nordeuropäische Länder haben früh begonnen, die Strukturen im Gesundheitswesen zu überdenken, und zum Beispiel ambulante Dienste wie Spitex und Telemedizin aufgebaut.» In Sachen Gesundheit sollten die Länder deshalb auch für die Schweiz Vorbild sein, sagt Oggier. Diese kam immerhin bis ins Halbfinal und rangiert damit unter den ersten vier. Stolpersteine waren die vielen Zigaretten und Alkohol.

Nachholbedarf haben die Osteuropäer. Bei der Gesundheits-Euro sind Polen und Russland am Schluss. Die Gründe, so Oggier: mangelnde Investitionen ins Gesundheitswesen, Abwanderung von Fachleuten.

12. Mai 2008 | Sonja Marti


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