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Artikel | Gesundheits-Tipp 12/2008

Migros wirbt mit umstrittener Methode

Seit kurzem spannt die Migros mit Diätguru Michel Montignac zusammen. Doch Fachleute kritisieren Montignacs Methode heftig.

Die Migros  verspricht in Inseraten «Genuss ganz ohne Verzicht». Grund für die Werbeoffensive: Einige Fertigprodukte wie Rüeblisalat, Tomatensaucen und Rindfleisch Stroganoff tragen neu das Logo «Empfohlen durch Michel Montignac».

Montignac ist Erfinder einer Abspeck-Methode. Sie beurteilt Lebensmittel nach ihrem glykämischen Index. Je tiefer dieser Index, desto langsamer steigt der Blutzuckerspiegel an. Und dies, so Montignac, helfe beim Abnehmen.

Doch Montignac lässt eine tägliche Menge von 2200 Kilokalorien zu – zu viel, um abzuspecken. Im Gesundheitstipp-Ratgeber «95 Diäten im Test» schneidet die Montignac-Methode schlecht ab: «Zur Nachahmung nicht empfohlen.»

Auch Patricia Teuscher, Ernährungsberaterin am Berner Inselspital, kritisiert die Montignac-Methode: «Sie kann dazu führen, dass man weniger Kohlehydrate und dafür mehr Eiweiss und Fett isst. Das ist nicht empfehlenswert.»

Das Logo auf den Migros-Produkten bringe den Konsumenten nichts, so Patricia Teuscher. Es sei ein reines «Werbe-Argument», das allenfalls dazu dient, das Gewissen der Käufer zu beruhigen: «Man kauft ein Fertigprodukt, hat aber das Gefühl, sich etwas Gutes zu tun. Aber nur wegen diesem Logo wird ein Produkt nicht gesünder.»

Gegenüber dem Gesundheitstipp verteidigt die Migros die Montignac-Methode: Sie sei «eine ausgewogene Ernährungsform mit dem Ziel, das eigene Wohlbefinden zu steigern». Die Migros-Produkte mit dem Montignac-Logo enthielten «ausschliesslich Zutaten mit niedrigem oder sehr niedrigem glykämischen Index.»

02. Dezember 2008 | che


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Kommentare (1)

 
  • velospeeder | 08.12.2008, 10:43

    Migros wirbt um eine umstrittene Abspeckmethode

    Tatsächlich ist es so, dass die Ernährungsumstellung nach
    Michel Montignac das Abspecken nicht wie die Migros meint, mit
    Fertigprodukten vorsieht, sondern mit naturbelassenen, gesunden,
    frisch zubereiteten Lebensmitteln. Die Methode ist keine
    zeitbeschränkte Diät, sondern eine
    Ernährungsumstellung, die sich in 2 Phasen aufbaut und die
    Nahrunsmittel nach ihrem glykämischen Index beurteilt. Eine
    tägliche Ration von 2200 Kalorien ist nicht vorgeshen, sondern es
    gilt: «Es darf soviel gegessen werden, wie man will (ANGENEHM
    SATT), aber nicht alles», dabei ist zu beachten, dass in der
    Phase 1, die mindestens 3 Monate dauert, Nahrungsmittel mit GI bis 35
    bevorzugt werden, um wirksam abzunehmen. 3 Mahlzeiten im Tag sind
    gesetzt. Eine Kombination von Nahrungsmitteln GI 36-50 mit Fett ist
    nicht erwünscht, also verboten. Keine Regel ohne Ausnahme: Etwas
    Olivenöl, eine Avocado und Fisch mit guten Omega
    3-Fettsäuren ist immer erlaubt. Ebenfalls sind Nahrungsmittel mit
    GI grösser 50 ausnahmslos verboten. Der Bemerkung von Patricia
    Teuscher vom Inselspital ist entgegen zu halten, dass bei Monti nicht
    weniger Kohlenhydrate und mehr Eiweisse und Fett gegessen wird, weil
    der Tagesbedarf 30% Eiweiss, 30% Fett und 40% Kohlenhydrate vorsieht,
    was einer ausgewogenen Ernährung mit guten und sehr guten
    Kohlenhydraten entspricht. Gesättigte Fette werden insbesondere
    abends nicht empfohlen. Als gute Fette gelten einfach
    ungesättigte Fettsäuren aus Olivenöl, Enten- und
    Gänsefett. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus
    Fischöl und Tran. Es wird mindestens 1 1/2 bis 2 Liter Wasser pro
    Tag getrunken.

    Was der Gesundheitstipp über Montignac's Methode schreibt, ist
    enttäuschend, schlecht recherchiert und stimmt nicht.
    Für Einstieger empfehle ich das Buch «Die neue
    Trendkost» ISBN 3-930989-12-3

    Wünsche den Einsteigern viel Spass. Lassst Euch vom
    Gesundheitstipp nicht verdriessen.

    Gruss
    dr Velospeeder, der auch auf ausgedehnten Touren mit dem Renner und
    dem Bike mit Monti's Methode bestens bedient ist.
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Das Herkunftsland muss weiterhin deklariert werden.
Nur das Herkunftsland reicht nicht. Es sollte noch viel detaillierter deklariert werden.
Kein Problem. Ich achte sowieso nicht drauf.
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