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Mindestens 15 Prozent der Erwachsenen in der Schweiz sollen unter der Infektionskrankheit Herpes Genitalis leiden. Dies wird in einem TV-Werbespot behauptet. Bei Beschwerden im Genitalbereich soll man den Arzt kontaktieren oder sich auf www.herpes-help.ch informieren. Spot und Website werden vom Pharmakonzern Glaxo Smith Kline (GSK) finanziert, der unter dem Namen Zovirax Medikamente zur Behandlung der Viruserkrankung verkauft. Im Spot wird nirgends erwähnt, dass hinter der Kampagne GSK steckt. Auf der Website steht nur ein versteckter Hinweis.
Schon vor zwei Jahren hatte GSK Inserate als Aufklärungskampagne getarnt. Damals hatte GSK saldo versprochen, bei einer Wiederholung der Kampagne klarer zu machen, wer verantwortlich sei. GSK-Sprecher Urs Kientsch zum Vorwurf der indirekten Werbung: «Es geht uns um die Aufklärung der Patienten – und nichts anderes.» Die Website sei genügend transparent.
28. März 2009 | Thomas Lattmann, Redaktion saldo
