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Unternehmensanleihen bieten mehr Rendite als etwa Bundesobligationen. Allerdings sollte man nur Unternehmen Geld leihen, über die man gut Bescheid weiss.
Wer der Eidgenossenschaft auf fünf Jahre hinaus Geld leiht, kann zurzeit mit einer Rendite von 1,3 Prozent rechnen. Unternehmen zahlen mehr: Im Schnitt liegen momentan die Renditen für Euro-Anleihen von Top-Unternehmen (AA-Rating) 2,85 Prozentpunkte über jenen von Staatsanleihen. Für Firmen mit Bewertung A liegt die Differenz gar bei 4,51 Prozentpunkten (siehe Grafik im pdf-Artikel). Zum Vergleich: In normalen Jahren beträgt der Zinsaufschlag für Unternehmensobligationen guter Bonität gegenüber Staatsanleihen nur rund 1 Prozent.
Telekom-, Pharma- und Lebensmittelbranche sind gut bewertet
Unternehmensanleihen sind attraktiv, weil sie einen fixen jährlichen Zins zahlen, der wesentlich höher ist als bei Sparkonten. Gegenüber Aktien haben sie den Vorteil, dass sie nicht der unberechenbaren Börse ausgesetzt sind, sofern man sie von der Ausgabe bis zum Verfall hält. Für Anleger, welche die Anleihe nicht bei der Ausgabe zeichnen, sondern während der Laufzeit an der Börse kaufen, kann die jährliche Rendite bis zum Verfall etwas tiefer oder höher liegen als der Zinscoupon.
Sicherheitsorientierte Kleinanleger sollten nur in Unternehmen mit sehr guter Bonität investieren. Ein Indiz dafür sind Bewertungen der Rating-Agenturen wie etwa Standard & Poors. Allerdings sollte diesen nicht blind vertraut werden. Besser ist es, wenn ein Anleger ein Unternehmen gut kennt und es selbst beurteilen kann.
Das Anlagerisiko lässt sich reduzieren, indem nur Obligationen gut bewerteter Schuldner der Lebensmittel-, Telekom- und Pharmabranche erworben werden. Beispiele aus dieser Kategorie:
Als krisensicher werden auch Obligationen staatsnaher Betriebe wie etwa der Deutschen Ausgleichsbank (Euro, bis 4.7.2010, Zins: 5,75 %) eingestuft. In der Regel gilt: Anleihen in Euro oder Dollar werfen höhere Renditen ab als solche in Schweizer Franken, dafür trägt der Anleger das Währungsrisiko. Wichtig auch: Nicht alles auf eine Karte setzen. Vorsichtige Anleger verteilen das Risiko auf verschiedene Unternehmensanleihen.
26. April 2009 | Thomas Lattmann, Redaktion saldo