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Artikel | Haus & Garten 04/2009

Schritt für Schritt zum selbst gebauten Doppelbett

Ein eigenes Bett bauen ist keine Hexerei – und hat zwei Vorteile: Man spart Geld und kann das Bett nach eigenen Vorlieben gestalten. Haus & Garten liefert eine einfache Anleitung in Wort und Bild.

Ein Bettrahmen kostet – je nach Konstruktion und Material – schnell mehrere Hundert Franken. Doch mit ein bisschen Geschick und ein paar Tagen Zeit baut man für wenig Geld sein eigenes Bett. Weiterer Vorteil: Bei der Gestaltung kann man der eigenen Fantasie freien Lauf lassen.


Vorbereiten

Überlegen Sie sich vor dem Materialeinkauf, wie das Bett aussehen soll. Zum Beispiel: Wünschen Sie sich ein Himmelbett? Oder hätten Sie gerne ein Bett mit hohen Füssen, damit darunter ein Bettkasten Platz hat? In dieser Anleitung hat das Bett für einen komfortablen Einstieg keine hohen Füsse. Allerdings sind sie mit 8 Zentimetern doch so hoch ab Boden, dass man darunter mühelos staubsaugen kann. Beziehen Sie die vorhandenen Möbel im Schlafzimmer in Ihre Überlegungen mit ein.


Zuschneiden

Das eingekaufte Material können Sie auch in den meisten Baumärkten zuschneiden lassen. Ausserdem empfiehlt es sich, die äusseren Kanten des Rahmens mit Schleifpapier, besser mit der Schleifmaschine abzurunden.

 
Malen – vor dem Montieren

Das reduziert den Aufwand. Also Seitenwände, Füsse, Kopf- und Fussteil mit der Schleifmaschine aufrauen, grundieren und streichen. Mit Schablonen können Sie weitere Verschönerungen hinzufügen. Wichtig: Lassen Sie die Bauteile genügend lange trocknen. Und jetzt können Sie loslegen.  Die Auflagen für den Lattenrost an die Kopf- und Fussteile schrauben. Bei den Schrauben nicht sparen: Die Auflagen müssen viel Gewicht tragen können. Für mehr Sicherheit die Hölzer zusätzlich verleimen. Dann schrauben Sie jeden Fuss von oben an die Auflagen. Achten Sie darauf, dass die Füsse nicht über den Rahmen hinausragen. Nur so verteilt sich das Gewicht gleichmässig auf Rahmen und Auflagen. Mit den Winkeleisen die Seitenteile an den Kopf- und Fussteilen befestigen

Für die Stabilität braucht es zwei Querverstrebungen: Zwei Latten aus Buchenholz mit den Auflagen für die Seitenteile verschrauben. Jetzt die restlichen zwei Füsse unter die Querstreben legen, und zwar in die Mitte des Bettrahmens. Sie können die Füsse auch fest an die Querstreben montieren. Die Auflagen mit den Seitenteilen verschrauben, eventuell zusätzlich leimen. Jetzt Lattenrost in den Rahmen legen und kontrollieren, ob die mittleren Füsse zur Hälfte unter dem Rost liegen. So ruht das Gewicht in der Mitte des Bettes direkt auf den zwei Füssen. Als Alternative können Sie auch auf die zwei Querverstrebungen verzichten und ein breites Brett längs zu den Matratzen in die Mitte des Rahmens einbauen.

Schlussarbeiten: Damit das Bett nicht knarrt, sollten dort, wo der Rahmen mit dem Lattenrost in Kontakt kommt, Filzstücke aufgeklebt werden. Und: Um unschöne Abdrücke oder Kratzer auf dem Boden zu vermeiden, gehört auch unter die Füsse ein Filzstück oder ein anderer Schutz.


Material-Liste

Die Angaben gelten für ein Doppelbett, 180 x 200 cm:

 

  • Holzart: Buche, Eiche oder Esche eignen sich am besten.
  • Holzbedarf: Kopf- und Fussteil: Zwei Bretter 186 cm lang, 20 cm breit, 2,5 cm dick, Seitenteile: Zwei Bretter 200 x 20 x 2,5 cm
  • Als Auflagen für zwei Lattenroste: 6 Buchenlatten = 2 Latten (Kopf- und Fussteil) à 181 x 4 x 2 cm 2 Latten für die Seitenteile à 100 x 4 x 2 cm, 2 Latten für Querverstrebung à 177 x 4 x 2 cm
  • 6 Holzblöcke als Füsse: 4 Eckfüsse à 8 x 8 x 8 cm, 2 Füsse für die Mitte (unter der Querverstrebung) à 12 x 8 x 8 cm

 

Weiteres Material

 

  • 4 Winkeleisen 8 x 8 x 8 cm, 32 Schrauben, rund 1 cm lang, um die Seitenwände mit Kopf- und Fussteil zu verbinden
  • 40 Schrauben, rund 3,5 cm lang, um Auflagen und Querverstrebungen zu verbinden
  • Schleifpapier: 40er zum Anschleifen der Bretter, 120er oder 140er fürs Abschleifen der Ecken
  • Leim, Filzstücke, Farbe, Pinsel, evtl. Schablonen
  • Bohrmaschine, Schraubenzieher oder Akku-Schrauber

 

 

22. November 2009 | Christian Birmele, Redaktor K-Tipp


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