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Das Bundesamt für Energie (BFE) kommt der Elektrogeräte-Branche erneut auf Kosten der Umwelt entgegen – ähnlich wie beim umstrittenen Energie-Label Energy Star (saldo 19/2009). Hersteller und Händler dürfen ihre vorrätigen, wenig stromsparenden Haushaltsgeräte, elektronischen Geräte und Elektromotoren bis Ende 2010 verkaufen, obwohl diese nicht den strengeren Vorschriften der neuen Energieverordnung genügen. Diese sollten laut BFE ursprünglich ab 1. Januar 2010 gelten.
Nun ist das BFE gegenüber dem Branchenverband Swico eingeknickt. Dieser argumentiert mit grossen Lagerbeständen. Swico-Chef Paul Brändli: «Wir hätten Geräte im Wert von 100 Millionen entsorgen müssen.» Jürg Buri von der Schweizerischen Energie-Stiftung hält dies für ein Scheinargument: «Die Branche hätte die Geräte wohl eher in andere
Länder exportiert.»
29. November 2009
