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Das Auf und Ab an den Börsen löste bei den Anlegern grosse Unsicherheit aus. K-Geld und das VZ Vermögenszentrum zeigen jene Fonds aus 25 Kategorien, die sich am besten hielten.
Die vorliegenden Tabellen decken die drei Jahre von Oktober 2006 bis September 2009 ab. Herzstück der Tabellen sind die Rendite- und die Sicherheitskennzahl. Bei beiden Kennzahlen sind maximal 100 Punkte möglich. Die Platzierung in den Ranglisten ergibt sich aus dem Total von Rendite- und Sicherheitskennzahl.
Die Renditekennzahl umfasst drei Werte:
Auch die Sicherheitskennzahl umfasst drei Werte:
Grossfirmen bremsen Schweizer Aktienindex
In den ersten drei Quartalen 2009 lag der Schweizer Aktienmarkt im Europavergleich zurück. Der bedeutendste Aktienindex, der Swiss Market Index (SMI), wurde von den Schwergewichten Nestlé, Roche und Novartis gebremst. Eine kräftige Kurserholung zeigte die Credit Suisse – über 100 Prozent in neun Monaten. Die UBS konnte mit einem Plus von knapp 30 Prozent nicht mithalten. Vom sich langsam aufhellenden Konjunkturbild profitierten auch Industriefirmen wie ABB und Holcim sowie konsumorientierte Unternehmen wie Swatch und Richemont. Konjunkturexperten sind vorsichtig optimistisch für die weitere Entwicklung. Sie rechnen für 2010 mit einem schwachen Wirtschaftswachstum und einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit.
Dank China bessere Exportbilanz
Erstmals seit über 50 Jahren haben die japanischen Wähler Ende August eine neue Partei mit der Regierung des Landes beauftragt. Der Neuanfang wurde an der Börse eher skeptisch aufgenommen: Der japanische Aktienmarkt schnitt entsprechend ab. Trotzdem profitierten Wirtschaft und Industrie von der weltweiten Konjunkturerholung – vor allem im zweiten Quartal. Zugute kam Japan die Nähe zu China, mittlerweile der grösste Exportmarkt für japanische Produkte. Das Potenzial möchte die neue Regierung noch besser nutzen und die Beziehungen zu asiatischen Nachbarländern verbessern.
Erholung nach hohen Verlusten
Der Start ins 2009 fiel gründlich ins Wasser. Der Aktienindex der 500 grössten börsennotierten US-Unternehmen verlor im Januar und Februar über 25 Prozent. Was folgte war eine Erholung des US-Aktienmarkts von über 60 Prozent bis Mitte Oktober, wo erstmals Gewinnmitnahmen eintraten. Ausschlaggebend waren zwei Gründe: Die Zahlen zum dritten Quartal lagen zwar grösstenteils über den Erwartungen, waren aber von zurückhaltenden Ausblicken für die nächsten Quartale begleitet. Zum anderen sorgte man sich um die Konjunkturentwicklung.
Bei den Fonds schlug sich die Aktienmarkt-Rallye deutlich in der Rangliste nieder. Während im vergangenen Jahr vor allem defensiv ausgerichtete Fonds gut rentierten, waren die Spitzenreiter 2009 Fonds mit einem Fokus auf Wachstumswerte. Die Titelselektion der Fondsmanager war auch in diesem Jahr wieder von grosser Bedeutung: Gute Renditen erzielten Fonds mit Übergewichten im Finanzsektor und in der Branche Informationstechnologie.
17 Fonds haben Index übertroffen
Die US-Nebenwerte hatten ebenfalls einen schlechten Start ins 2009. Der sogenannte Russell-2000-Index verlor in den ersten zwei Monaten über 30 Prozent. Umso stärker fiel die Erholung ab März aus. Der Index verzeichnete bis Mitte Oktober einen Anstieg von über 70 Prozent. Angeführt wurde er von Aktien aus dem Sektor Informationstechnologie und Finanzen. Gedämpft wurde die Entwicklung mit den Zahlen zum dritten Quartal. Die Rendite der Top-Ten-Fonds ist im Vergleich über drei Jahre mit –4,45 bis –10,43 Prozent pro Jahr klar im Minus.
17 Fonds haben 2009 den Index übertroffen, was im jetzigen Umfeld aber zu relativieren ist. Dank Übergewichtungen in der Informationstechnologie- und Gesundheitsbranche kam das Produkt von Threadneedle auf Rang 1, gefolgt von Vaughan Nelson. Der Fonds ist jedoch seit Juli für neue Investoren geschlossen.
Europa im Aufwind
Europa schneidet unter den Börsen der wichtigen Industrienationen im Verlauf des Jahres am besten ab. Viele Aktienindizes verzeichneten um die 20 Prozent Zuwachs. Seit März profitierten vor allem die Finanzwerte. Einzelne Bankaktien verdoppelten ihren Wert innert weniger Monate. Unter den Firmen, die ebenfalls besser als der Gesamtmarkt abschneiden, befinden sich Namen aus dem Grundstoffsektor, aber auch aus der IT-Branche.
Nach den starken Rückgängen in Industrie und Wirtschaft ging es in gewissen Bereichen teils ebenso stark aufwärts – dank diverser Konjunkturprogramme. Vor allem die Autoabwrackprämien in Frankreich und Deutschland wirkten sich positiv auf die Entwicklung des Bruttoinlandprodukts der entsprechenden Länder aus. Es wird jedoch kaum in diesem Tempo weitergehen: Ab Anfang 2010 fallen einige Konjunkturprogramme weg.
Kleinunternehmen übertrumpfen Grossfirmen
Mutige Investoren, die Anfang Jahr in Fonds kleiner und mittelgrosser Unternehmen investierten, werden mit ansprechenden Renditen belohnt. Einige der Top-Fonds konnten im Jahresverlauf um mehr als 60 Prozent zulegen. Die zehn besten Fonds bei den Nebenwerten rentieren im Durchschnitt über 10 Prozent besser als ihre zehn Pendants in der Kategorie Aktienfonds Europa. Dieser Umstand zeugt davon, dass in der Markterholung seit dem Frühling vor allem die sogenannten Small und Mid Caps mit geringem bis mittlerem Börsenwert sehr gut liefen und grosskapitalisierte Firmen überflügelten.
In Europa ist es nach drei Quartalen so, dass der Index der Kleinunternehmen denjenigen der Grossen um mehr als 30 Prozent übertrifft. Dieses Jahr werden die Anleger im Bereich Nebenwerte also wieder vermehrt für ihr Risiko entschädigt. Aber: Die kleineren Unternehmen sind tendenziell einiges anfälliger auf Schwankungen. Und das bekommen Fondsanleger in diesem Bereich zu spüren – in Form von weniger beständigen Renditeerträgen.
Risikostreuung zahlt sich aus
Dank einer besseren konjunkturellen Lage stehen die internationalen Aktienmärkte wieder viel besser da. Die global investierten Aktienfonds haben über die letzten drei Jahre überdurchschnittlich an Wert zugelegt. Durch die Risikostreuung in unterschiedliche Länder, Branchen und Anlageformen haben sie die Krise besser überstanden als Fonds, die weniger diversifizieren. Speziell Investitionen in Schwellenländer (Emerging Markets) haben sich ausbezahlt. An der Spitze der Fondsrangliste sind zwei eher kleine Fonds: Der Long Term Investment Fund Stability profitierte in der Krise von seiner defensiven Ausrichtung. Weil er auch Obligationen enthält, konnte er extreme Kursschwankungen vermeiden. Der zweitbeste WMP Global Equity Fund legte seinen Fokus dagegen auf die Schwellenländer. Dadurch konnte er voll von der Erholung in diesem Jahr profitieren.
Rasche Erholung der Schwellenländer
Auf den tiefen Fall der Schwellenländer im letzten Jahr folgte 2009 der ebenso starke Aufschwung. Die Anleger waren wieder eher zu Risiken bereit. Dies führte zu massiven Geldzuflüssen in diese Länder. Der MSCI Emerging Markets Index legte deshalb seit Jahresbeginn um 60 Prozent zu. Gestützt wurde dieser Anstieg durch eine schnellere wirtschaftliche Erholung vieler Schwellenländer im Vergleich mit den Industriestaaten. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) Chinas wuchs im dritten Quartal bereits wieder um 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch Brasiliens Wirtschaft hat schneller als erwartet aus der Rezession gefunden und ist nach den schwachen ersten drei Monaten im zweiten Quartal bereits wieder um 1,9 Prozent gewachsen. Fonds mit einem grösseren Anteil Nebenwerte und risikoreicherer Aktien schnitten im Allgemeinen besser ab.
Japan bildet das Schlusslicht
Der japanische Aktienmarkt schnitt in der Region Asien Pazifik seit Jahresbeginn am schlechtesten ab. Die Fonds liegen klar hinter jenen aus Asien ohne Japan zurück. Die Rendite über die letzten drei Jahre ist aber auch bei den besten Fonds mit einem negativen Vorzeichen behaftet. Die exportorientierte japanische Wirtschaft litt besonders unter dem Einbruch der Weltwirtschaft, profitierte aber zumindest vom Wachstum Chinas. Das Preisniveau für Waren und Dienstleistungen sinkt weiter (Deflation).
Die Wachstumsperspektiven sind nicht sehr rosig. Es bleibt abzuwarten, ob das mehrheitlich auf den Inlandkonsum fokussierte Wirtschaftsprogramm der japanischen Regierung die positiven Erwartungen erfüllen wird.
Asien-Fonds erzielen gute Renditen
Die Anleger haben nach der Krise erneut in diesen Markt investiert. Profitiert haben vor allem Aktien von geringer Qualität: Die Verlierer der Finanzkrise wurden in der Hoffnung auf einen baldigen Kursanstieg gekauft. Das enorme Stimulierungspaket der chinesischen Regierung – rund 600 Milliarden US-Dollar – stützte die ganze Region. China ist zudem mit seinen hohen Währungsreserven auf Einkaufstour und investiert in grossem Stil in Unternehmen und Rohstoffe. Sämtliche Top-Fonds konnten den Vergleichsindex über die vergangenen drei Jahre schlagen.
Brasilien als Zugpferd in Lateinamerika
Die Aktienfonds Lateinamerikas gehen im Dreijahresvergleich als Gewinner hervor. Die Region legte auch seit Jahresbeginn am stärksten zu. Nach dem massiven Absacken der Rohstoffpreise Mitte 2008 und dem Einbruch der Exporte im Zuge der Wirtschaftskrise hat sich die Lage der lateinamerikanischen Staaten wieder stark aufgehellt. Vor allem Brasilien hat schneller als erwartet aus der Rezession herausgefunden. Der Bankensektor des Landes ist gesund. Für Schweizer Investoren hat sich zudem der starke brasilianische Real positiv auf die Performance ausgewirkt.
Trotz Strukturkrise erholen sich Aktienmärkte
Im Gegensatz zu Asien und Lateinamerika wurde Osteuropa nicht nur vom Export-Rückgang getroffen. Diese Länder kämpfen gegen eine strukturelle Krise: Haushalte und Unternehmen haben sich stark in Tiefzinswährungen verschuldet. Mit der Schwäche der eigenen Währung sind die Schulden gestiegen. Die osteuropäischen Staaten sind daher nicht in der Lage, den Konsum mit Konjunkturprogrammen zu stützen. Die Aktienmärkte haben sich in diesem Jahr trotzdem stark erholt und besser abgeschnitten als der MSCI World Index. Über drei Jahre betrachtet hat es dennoch kein Fonds ins Plus geschafft.
Im Frühling startete das Kursfeuerwerk
Der Index der Finanzwerte (MSCI World Financials) brach in den ersten beiden Monaten 2009 um mehr als 40 Prozent ein. Was ab dem März folgte war ein regelrechtes Kursfeuerwerk mit über 140 Prozent Zuwachs. Zum Vergleich: Der Weltaktienindex (MSCI World Index) verlor in den Monaten Januar und Februar rund 27 Prozent und verzeichnete ab März Anstiege von 70 Prozent. Um die Finanzwerte ist es 2009 zwar etwas stiller geworden. Dennoch hört man immer mal wieder von neuen US-Bankenpleiten und Massnahmepaketen der Regierungen. Deshalb kann man noch nicht von einer Normalisierung sprechen.
Der Anlagefonds der Clariden Leu hatte während der vergangenen drei Jahre eine durchschnittliche Negativ-Rendite von 12,83 Prozent. Dank einer globalen Risikostreuung in traditionelle und alternative Vermögensverwalter hat er die Krise noch am besten überstanden.
Gesundheitswesen hinkt hinterher
Die Gesundheitswerte entwickelten sich dieses Jahr schwächer als der breite Markt. Der MSCI World Healthcare Index erzielte bis jetzt nur eine Performance von 9,7 Prozent in Schweizer Franken. Damit liegt er knapp 13 Prozent hinter dem Weltaktienindex zurück. Die steigenden Gesundheitskosten sichern den Medizinalunternehmen langfristig hohe Umsätze. Bei einigen grossen Pharmakonzernen laufen jedoch in wenigen Jahren die Patente ihrer Umsatztreiber aus. Dadurch eröffnen sich neue Chancen für die Hersteller von Generika.
Die US-Gesundheitsreform dürfte gemäss Experten bloss einen beschränkten Einfluss auf die Branche haben. Auf der Rangliste bleibt der Eaton Vance Emerald Worldwide Health Sciences Fund auf dem ersten Platz. Mit Anlagen in Aktien von grossen und Titel von mittelgrossen Unternehmen liegt er als Einziger im Plus.
Technologiefonds zählen zu Gewinnern
Die Branche wurde durch die Wirtschaftskrise arg gebeutelt. Sie ist stark von der Konjunkturentwicklung abhängig. Im Verlauf des Jahres profitierten Technologietitel von der weltweiten wirtschaftlichen Erholung. Sie zählen zu den Gewinnern an den Finanzmärkten. Bisher weisen aber erst die beiden Tranchen des Vitruvius Growth Opportunities Portfolio Fonds eine positive Dreijahres-Performance auf.
Wie schon in früheren Jahren belegen sie damit die Spitzenplätze der Fonds-Rangliste. Sie litten zwar bis Anfang März ebenfalls unter der schwachen Konjunktur, konnten ihre Gewinne in der folgenden Erholungsphase aber stark ausbauen. Die Konzentration auf schnell wachsende Unternehmen scheint sich für die Fonds langfristig auszuzahlen. Der weitere Konjunkturaufschwung ist für die Entwicklung aller Technologiefonds von grosser Bedeutung.
Nur kurzfristiger Rückschlag
Die Schweizer Immobilienfonds behaupteten sich während der Krise deutlich besser als die Aktienmärkte. Im Oktober und November letzten Jahres musste aber auch der Immobilienmarkt einen Rückgang verzeichnen, die Erholung setzte jedoch bereits vor Jahresende wieder ein. In den ersten drei Quartalen 2009 legte der Schweizer Immobilienfonds-Index um 14,5 Prozent zu. Das tiefe Zinsniveau sowie die konjunkturelle Erholung begünstigten den Fortschritt. Dass der Schweizer Immobilienmarkt als solide gilt, zeigt auch die Entwicklung der Aufpreise (Ecart): Sie stiegen im dritten Quartal um knapp 4 Prozent.
Unternehmensanleihen mit guten Renditen
Unternehmen waren 2009 wieder in der Lage, auf dem Kapitalmarkt Fremdkapital zu beschaffen. Das hatte zur Folge, dass die Angst der Anleger vor Kreditausfällen stark zurückging. Daraufhin sanken auch die Kreditzuschläge von Unternehmensanleihen deutlich. Folge: Die Kurse stiegen stark an. Auch mit Anleihen der Eidgenossenschaft konnten trotz bereits hoher Kursgewinne 2008 erneut positive Renditen erzielt werden. Nach Zinsanstiegen Mitte Jahr verzeichneten Bundesanleihen vorerst Kursverluste. Im dritten Quartal sank das Zinsniveau bei allen Laufzeiten jedoch wieder unter den Stand von Anfang Jahr. Verantwortlich war nicht zuletzt ein zu knappes Angebot an Anleihen in Schweizer Franken. Der Schweizer Obligationenindex verzeichnete in den ersten drei Quartalen ein Plus von knapp 6 Prozent.
Bescheidene Erträge bei Staatsanleihen
Staatsanleihen in Euro verzeichneten im Gegensatz zu den gleichen Papieren in Franken Kursverluste. Sie hielten sich aber in Grenzen. Mit sicheren Staatsanleihen in Euro konnten seit Jahresbeginn durchaus positive, wenn auch bescheidene Gesamtrenditen erzielt werden. 2009 rentierten Unternehmensanleihen besser. Sie profitierten von der gestiegenen Risikofreude der Anleger. Zudem liefen Entschuldungsprozesse in der Privatwirtschaft an. In der Folge sanken die Kreditaufschläge – und die Anleihenkurse zogen stark an. Von den gesunkenen Risiken im Finanzsystem profitierten Anleihen von Finanzinstituten besonders. Der Vergleichsindex Barclays Euro Aggregate Total Return besteht zum grössten Teil aus Staatsanleihen und verzeichnete in den ersten drei Quartalen ein Anlageplus von rund 6,5 Prozent in Euro.
BGF Euro Bond Fund rentierte am besten
Die Fonds in dieser Anlageklasse investieren in europäische Obligationen. Der Anlageschwerpunkt kann sehr unterschiedlich sein. In der Regel setzen die Fonds auf die Anleihen europäischer Staaten. Die Anlagewährung muss nicht ausschliesslich der Euro sein. Einige Fondsmanager konzentrieren sich zum Beispiel auch auf das britische Pfund oder auf die Währungen skandinavischer oder osteuropäischer Länder. Ähnlich wie Unternehmensanleihen kamen durch die Finanzkrise auch Anleihen europäischer Staaten unter Druck. Sie konnten sich im Laufe des Jahres aber wieder deutlich erholen. Der in der Rangliste am besten platzierte BFG Euro Bond Fund investiert vorwiegend in Staatsanleihen mit Top-Bewertungen. Der Euro ist die dominierende Währung.
Dollar-Obligationenfonds weniger gefragt
Letztes Jahr profitierten Obligationenfonds noch von der Flucht vieler Anleger in diese vergleichsweise sichere Anlageform. 2009 waren Anlagen in US-Dollar und besonders US-Staatsanleihen aber weniger gefragt. Die US-Notenbank hält an ihrer Geldpolitik fest und belässt den Leitzins seit Monaten zwischen 0 und 0,25 Prozent. Zudem setzte der Dollar den Ende März begonnenen Abwärtstrend fort. Verantwortlich sind die hohe Staatsverschuldung und der gestiegene Risikoappetit der Anleger. Dies hat zur Folge, dass Investoren vermehrt nach Anlagen ausserhalb der USA Ausschau halten.
Defensive Fonds sind die Gewinner
Die meisten dieser Fonds investieren in Anleihen aus Industrienationen. Zusätzlich können auch Anleihen beziehungsweise Währungen aus Schwellenländern eingesetzt werden. Fonds mit einem hohen Anteil aus Staatsanleihen führen auch dieses Jahr die Rangliste an. Der Spitzenfonds BL Global Bond in-vestiert ausschliesslich im Euroraum und in den USA. Fonds mit einem hohen Anteil Schwellenländeranleihen erholen sich noch von den Kursrückschlägen 2008. Die positiven Wachstumsaussichten vieler Schwellenländer sowie Aufwertungstendenzen bei den Währungen machen diese Anlageklasse mittel- bis langfristig wieder attraktiv.
Geldmarktfonds weniger gefragt
Während der Finanzkrise im Jahr 2008 sind Geldmarktfonds viele Mittel zugeflossen. Investoren stiegen aus risikoreichen Anlagen aus und parkierten ihr Geld möglichst sicher. Geldmarktfonds investieren in fest- oder variabel verzinsliche Papiere mit sehr kurzen Laufzeiten. Diese Entwicklung hat sich 2009 wieder umgekehrt, da Aktien und andere Anlagen wieder stärker gefragt waren. Wegen des sehr tiefen Zinsniveaus in der Schweiz müssen sich Investoren in Geldmarktanlagen mit eher bescheidenen Renditen zufrieden geben. Daher sind die Gebühren eines Fonds wichtig – siehe dazu die TER-Angaben.
Defensive Strategie zahlt sich aus
Fonds mit einem geringen Aktienanteil haben kleinere Schwankungsrisiken als diejenigen mit einem hohen Aktienanteil. Diese defensiv gemischten Fonds eignen sich somit für Anleger mit einer geringen Risikobereitschaft. Nachdem zu Beginn des Jahres die Aktienmärkte noch unter Druck standen, begann im März die lang anhaltende Erholungsbewegung. Aktien standen wieder in der Gunst der Investoren – und profitierten von massiven Kurssteigerungen. Über drei Jahre betrachtet konnten sich Fonds mit einer defensiven Ausrichtung besser behaupten als solche mit aggressiver Strategie. Diese Fonds mussten insbesondere in der Finanzkrise geringere Abgaben machen als Investmentprodukte mit höherem Aktienanteil.
Auch dieses Jahr ist der Sigma Plus Konservativ auf dem ersten Platz der Rangliste, jedoch mit besserer Dreijahresperformance als 2008. Auf Rang zwei hat sich ebenfalls nichts geändert. Er wird weiterhin durch den LCF Edmond de Rotschild Fonds belegt.
Höherer Aktienanteil als Erfolgsrezept
Bei den ausgewogen gemischten Fonds sehen die Renditezahlen wieder besser aus. Die Auswirkungen der massiven Verluste an den internationalen Aktienmärkten spiegeln sich aber noch deutlich in den Zahlen der Dreijahres-Performance. Letztes Jahr wurde die Aktienquote von den Fondsverwaltern möglichst tief gehalten. Ab März 2009 galt es, die Strategie zu ändern. Viele Fondsmanager setzten von diesem Moment an vermehrt auf Aktien, um die starke Erholungsbewegung an den Aktienmärkten nicht zu verpassen. Der Fonds Carmignac Patrimoine belegte bereits letztes Jahr den Platz eins auf der Rangliste. Er zeigt sich nun wiederum als Performance-Überflieger: Seine Rendite lag mit Abstand über dem Durchschnitt der 20 besten Fonds.
Verluste noch nicht wettgemacht
Offensiv gemischte Fonds eignen sich nur für Risikofreudige. Die Gesellschaften halten in ihren Portfolios meist Aktienanteile von über 70 Prozent. Der Rest wird in Obligationen, Geldmarkt- und teilweise auch alternativen Anlagen investiert. Diese Fonds sind noch angeschlagen. Die starke Erholungsbewegung an den Aktienmärkten unterstützte zwar die Performance-Zahlen. Gleichwohl lasten die Verluste der Finanzkrise weiterhin auf den Dreijahresrenditen.
Auch der beste Fonds, der LGT Strategy 5 Years konnte die Kursverluste noch nicht kompensieren. Der Fonds rangierte im vergangenen Jahr auf Platz fünf der Liste. Der letztjährige Gewinner, der Sigma Plus Offensiv, landete aktuell auf Platz acht und hat seine Dreijahresperformance verschlechtert, trotz der guten Entwicklung an den Aktienmärkten.
06. Dezember 2009
