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Artikel | K-Geld 01/2010

3a-Wertschriften-Konten im Vergleich

Ein Langzeitvergleich von 3a-Wertschriftenkonten zeigt: Bei einem langen Anlagehorizont rentieren sie besser als Säule-3a-Bankkonten mit fixem Zins. Im Auge behalten sollten 3a-Fondssparer die Gebühren.

Festverzinsliche 3a-Konten bei Banken bringen langfristig rund 2,5 Prozent Zins. Sie eignen sich für risikoscheue Sparer, die ihr Geld nicht während Jahren liegen lassen möchten – beispielsweise weil sie mit 3a-Geldern demnächst Wohneigentum finanzieren wollen. Wer risikofreudiger ist und einen langen Anlagehorizont hat, kann sein Geld fürs Alter über ein 3a-Wertschriftenkonto anlegen. Solche Konten versprechen langfristig höhere Erträge. Sie sind aber den gleichen Risiken ausgesetzt wie direkte Investitionen in Wertschriften.

Bereits eine defensive Strategie mit etwa 20 Prozent Aktienanteil setzt einen Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren voraus. Bei einem Aktienanteil von 40 bis 50 Prozent sollte er bei mindestens zehn Jahren liegen – 50 Prozent Wertschriftenanteil sind das gesetzlich erlaubte Maximum. Die Faustregel: Je höher der Aktienanteil, desto länger sollte die Anlagedauer sein. Der Grund: Börsentiefs drücken vorübergehend auf die Rendite. Schlechte Börsenjahre mit Negativ-Renditen können aber erst über eine längere Zeitperiode wieder aufgeholt werden.

K-Geld hat die langjährigen Durchschnittsrenditen von 30 3a-Wertschriftenkonten  namhafter Anbieter unter die Lupe genommen (siehe Tabelle im pdf-Artikel).


Krisenjahre liessen Renditen absacken

Die Resultate: Das Krisenjahr 2007 wirkte sich bei fast allen Fonds massiv auf die Rendite aus. Nur drei 3a-Wertschriftenkonten mit null oder einem tiefen Aktienanteil schafften es, seit dem 1. Januar 2007 eine positive jährliche Rendite zu erwirtschaften. Ähnliches gilt für die Performance seit dem 1. Januar 2008, wobei immerhin sechs Fonds den positiven Bereich erreichten.

Letztes Jahr hingegen lagen alle 30 Wertschriftenkonten im Plus. Am besten schnitten jene mit hohem Aktienanteil ab. Die Top-Anlage: Swisscanto BVG 3 Öko 45. Sie erzielte eine Rendite von 14,93 Prozent. Betrachtet man aber die durchschnittliche Rendite seit der Produktlancierung  2001, sind es noch 2,54 Prozent.

Zum Vergleich: Der Mixta-BVG Basic von Credit Suisse enthält keine Aktien – und rentierte  2009 mit 3 Prozent. Der Renditenvergleich  über mehrere Jahre belegt, dass Konten mit hohem Aktienanteil auch die grössten Schwankungen hatten. Positiv ins Auge fallen der Swisscanto BVG 3 Portfolio 45 und Credit Suisse Mixta-BVG. Sie haben seit Anfang 1995 eine durchschnittliche  Rendite pro Jahr von 5,4 respektive 4,87 Prozent erzielt.

Bei der Rendite schnitten Produkte mit tieferen Wertschriftenanteilen im selben Zeitraum etwas schlechter ab. Serge Lutgen, Vorsorgeexperte beim VZ Vermögenszentrum, ist denn auch überzeugt, dass «die Wertschriftenlösung über 20 bis 30 Jahre besser rentiert als das Sparkonto». Er fügt aber hinzu: «Man braucht Zeit und Geduld, um Ausschläge nach unten aussitzen zu können.»


3a-Wertschriften: Erst das RisikoProfil bestimmen

Wer sich für eine 3a-Wertschriftenlösung entscheidet, muss sich daher zuerst über sein Risikoprofil im Klaren sein. Fachmann Lutgen: «Man sollte sich fragen: Was für einen Aktienanteil will ich, wie lange kann ich in die Säule 3a anlegen und wie hoch dürfen die Kursschwankungen sein, damit ich noch ruhig schlafen kann?» Wichtig: Die in der Werbung angepriesenen Renditen sind immer ein Blick in die Vergangenheit. Lutgen: «Es gibt keine Garantie, dass es in die gleiche Richtung weitergeht.»

Bei den 3a-Wertschriftenkonten spielen die Gebühren zudem eine grosse Rolle. «Diese sind aber so unterschiedlich gestaltet, dass sie nicht direkt miteinander vergleichbar sind», sagt Lutgen. In den K-Geld-Vergleich sind sie dennoch mit eingeflossen: Die angegebene Rendite ist eine Nettorendite, bei der die Gebühren bereits abgezogen sind.

Tipps: Den Produktprospekt immer aufmerksam studieren. Je nachdem sind die Gebühren so hoch, dass sie einen beträchtlichen Teil der Rendite wegfressen. Wer Steuern sparen will, kann  dieses Jahr als Angestellter mit Pensionskasse max. Fr. 6566.– in die Säule 3a überweisen, ein Selbständiger ohne Pensionskasse 20 Prozent des Einkommens, max. Fr.  32‘831.–.

31. Januar 2010 | Dajan Roman


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