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Ein Tag Bauzeit, und das Traumhaus steht. Das ist möglich – mit einem Fertighaus von Ottos, Coop oder Marty. Kassensturz zeigt, was sie wirklich taugen und kosten.
Fertighäuser liegen im Trend. Sie machen mehr als 20 Prozent der neuen Liegenschaften aus. Vor zehn Jahren betrug der Anteil erst rund 5 Prozent. Doch sind Fertighäuser auch gleich gut wie konventionelle? Und sind sie günstiger? Kassensturz liess je ein Angebot von Coop, Ottos und Marty durch Othmar Helbling, Bauberater beim Hausverein Schweiz, untersuchen. Fazit: Bei der Bauqualität unterscheiden sich die Fertighäuser kaum von Massivbauten. Das gilt aber auch für die Kosten.
Die drei Häuser – je für eine vierköpfige Familie – kosten gemäss Prospekt 300‘000 bis 400‘000 Franken. Doch in diesen Beträgen fehlen zum Beispiel das Kellergeschoss oder die Bodenplatte. Alle drei Modelle sind berechnet ohne Werkleitungen (Abwasser, Strom, Wasser) und ohne Aushub und Umgebungsarbeiten. Zudem ist der Ausbaustandard bei allen drei minimal. Um die effektiven Kosten zu erfahren, verlangte Kassensturz von den drei Anbietern einen detaillierten Werkvertrag.
«Das ist, wie wenn Sie Hörnli kaufen»
Bauberater Helbling rät, die Angebote genau zu prüfen. «Die Dienstleistungen der Anbieter unterscheiden sich zum Teil sehr stark.» So kann bei einem Coop-Haus baulich nichts verändert werden. Bei Ottos sind Änderungen möglich, aber sie kosten. Marty dagegen verlangt nichts. Und: «Unter dem Strich sind Fertighäuser nicht billiger als konventionell gebaute», sagt Helbling.
06. März 2010 | David Jans, Daniel Jaggi
