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Mit der Methode «Smart Lipo» will der Zürcher Schönheits-Arzt Deniel Kish Fettpolster wegschmelzen. Doch Experten halten das für unmöglich.
Beim konventionellen Fettabsaugen geht es derb zu: Mit dicken Kanülen wühlen Ärzte im Körper herum und saugen die Fettzellen heraus. Eine oft schmerzhafte Prozedur, die viele Abspeckwillige abschreckt. Jetzt wirbt der Zürcher Schönheitschirurg Deniel Kish mit einer sanfteren Art der Methode: mit der «Smart Lipo» oder «Laser-Lipo». Dabei soll ein Laser das Fett wegschmelzen – mit weniger Schmerzen als beim Saugen.
Kish sticht mit der Laser-Sonde durch die Haut und führt sie durch das Fettgewebe. Dadurch sollen die Fettzellen «explodieren». Der Körper baue dann das gelöste Fett «selbst ab». Kish wirbt damit, dass er diese Methode als einziger Arzt in der Schweiz anbiete. Kosten: zwischen 2800 und 3500 Franken. Doch Fachleute kritisieren: Die Methode könne nicht funktionieren.
Die plastische Chirurgin Eva Neuenschwander aus Zürich sagt: «Der Körper vernichtet auch gelöstes Fett nicht einfach. Man kann den Organismus nicht austricksen.» Beim unabhängigen Beratungszentrum Acredis für ästhetische Chirurgie rät Stefan Hägeli ab: «Die Methode und ihre Risiken sind noch nicht genug erforscht.»
Deniel Kish hält an «Smart Lipo» fest. Die Methode sei «effektiv» und «entferne unerwünschtes Fett». Dies zeigten mehrere Studien. Jedoch, so räumt Kish ein: Das Fett bleibe im Körper. Es werde in die Leber transportiert und dort verdaut, «wie nach einer Mahlzeit». Kish: «Der Körper nutzt das Fett für die Energie-Produktion, baut damit neue Zellen auf oder lagert es als Zucker in Muskeln und Leber ein.»
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Gegendarstellung
Im Artikel «Fett kann nicht einfach schmelzen» auf Seite 14 der Gesundheitstipp-Ausgabe vom März 2010 wurde die Behauptung aufgestellt, dass die Fettweg-Methode «Smart-Lipo» nichts tauge.
Diese Aussage ist unzutreffend. Die Methode wurde von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA zugelassen.
Der Artikel erweckt den Eindruck, bei Stefan Hägeli handle es sich um einen Experten auf dem Gebiet der Schönheitschirurgie. Tatsächlich verfügt die genannte Person über eine ökonomische Ausbildung.
Weiter wird aufgeführt, das Beratungszentrum Acredis für ästhetische Chirurgie sei ein unabhängiges Zentrum. Tatsächlich ist der Acredis AG ein Ärzte-Beirat zur Seite gestellt, der sich aus Schönheitschirurgen zusammensetzt, die teilweise in direkter Konkurrenz zu Dr. med. Deniel Kish stehen.
Dr. med. Deniel Kish, FMH Spezialist Ästhetische und Plastische Chirurgie, 6. April 2010.
Die Redaktion hält an ihrer Darstellung fest.
14. März 2010 | Ines Vogel, Redaktion Gesundheitstipp

