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Artikel | K-Tipp 06/2010

TalkEasy-Vertrag: Gefälschte Unterschrift

Überrumpelte Kunden, eine gefälschte Unterschrift: Die Beschwerden von K-Tipp-Leserinnen und -Lesern über TalkEasy häufen sich. Die Telecomfirma weist aber jede Schuld von sich.

Der junge Mann aus Schaffhausen ist fassungslos: Er weiss zwar, dass er nie etwas unterschrieben hat – und dennoch hält er eine schriftliche Bestätigung für den angeblich bei TalkEasy abgeschlossenen Vertrag  in der Hand. Auch bei der Hotline des Telecomanbieters bekommt er zu hören, er habe einen Vertrag mit TalkEasy eigenhändig unterzeichnet.


Vertrag sofort und klar abgelehnt


Zwar hatten ein paar Tage vorher zwei Vertreter von TalkEasy versucht, dem Betroffenen an der Wohnungstür einen Vertrag aufzuschwatzen. Doch dieser sagte dem K-Tipp, er habe sofort und unmissverständlich erklärt, kein Interesse zu haben. Für den jungen Schaffhauser gibt es deshalb keinen Zweifel – eine ihm unbekannte Person muss seine Unterschrift gefälscht haben. Und tatsächlich: Dem K-Tipp liegen Kopien des angeblich zustande gekommenen Vertrags und der Identitätskarte des jungen Mannes vor. Auf den ersten Blick wird klar: Die beiden Unterschriften ähneln sich nicht einmal ansatzweise (siehe Bild im pdf-Artikel).

Damit konfrontiert, räumt TalkEasy denn auch ein, dass die Unterschrift des 23-jährigen Schaffhausers gefälscht worden sei. Die Telecomfirma weist jede Schuld von sich. Sie teilte dem K-Tipp mit: «Der TalkEasy GmbH ist ein Vertrag zur Annahme angeboten worden, bei welchem es sich herausgestellt hat, dass sowohl die Handschrift eines Mitarbeiters als auch die Unterschrift des angeblichen Kunden gefälscht wurde.» Im Klartext: TalkEasy macht geltend, genauso ein Fälschungsopfer zu sein wie der vermeintliche Kunde.


Betroffener muss nicht zahlen

Der K-Tipp hat schon mehrmals über Fälle von Haustür-Verkäufern berichtet, die Unterschriften von angeblichen Kunden gefälscht haben, um die damit verbundenen Verkaufsprovisionen zu kassieren. Fazit: Im vorliegenden Fall ist zu keinem Zeitpunkt ein Vertrag zwischen TalkEasy und dem Kunden zustande gekommen. Damit ist der junge Mann der Firma auch nichts schuldig.


Von TalkEasy «überrumpelt»

Die Vorwürfe aus der K-Tipp-Leserschaft tönen alle gleich:

  • Die Leute fühlen sich von TalkEasy-Verkäufern am Telefon regelrecht überrumpelt.
  • Alle Betroffenen bestreiten, sich jemals über Vertragsdauer und Preis geeinigt und diesen Punkten zugestimmt zu haben.
  • Einige hatten lediglich Unterlagen bestellt. Trotzdem sei ihnen schliesslich ein Festnetz-Abo «untergejubelt» worden. Zudem würden die TalkEasy-Verkäufer suggerieren, sie würden im Auftrag von Swisscom anrufen.


TalkEasy weist alle Vorwürfe zurück: «Insbesondere der Preis und die Vertragsdauer wurden den Kunden in deutlicher Weise vorgetragen», hält TalkEasy fest. Die Firma betont zudem, dass TalkEasy die Kunden über das Widerrufsrecht genügend informiert habe.

20. März 2010 | Darko Cetojevic, Redaktion K-Tipp


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TalkEasy-Vertrag: Gefälschte Unterschrift
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Kommentare (1)

 
  • juliasuter | 28.03.2012, 07:34

    Einseitige Sicht der Dinge?

    Ich bin seit ca. 1 1/2 Jahren Kundin von TalkEasy und sehr
    zufrieden mit der Leistung und Internetanbindung. Ich bin damals auch
    angesprochen worden, jedoch hatte ich einen sehr ehrlichen
    Vertriebsmitarbeiter vor mir, der mir Vorteile und Nachteile
    aufgezeigt hat. Derzeit bereue ich den Schritt nicht, zu TalkEasy
    gewechselt zu sein, kann mir aber auch vorstellen, dass es andere
    Vertriebsmitarbeiter gibt, die anders auftreten. Ich bin mir sicher,
    dass es viele zufriedene TalkEasy Kunden geben wird, nur von denen
    spricht leider niemand.

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