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Eigentlich ist es verboten, öffentlich für rezeptpflichtige Arzneimittel zu werben. Pharmakonzerne umgehen dennoch immer wieder das Verbot, indem sie indirekt Werbung für ihre Produkte betreiben (saldo 11/05). So schaltete der US-Konzern Eli Lilly vor kurzem die Homepage www.wiederlieben.ch auf und bewarb diese in TV-Spots, um den Verkauf seines Potenzmittels Cialis anzukurbeln.
Die Eli-Lilly-Seite informiert auf den ersten Blick neutral über Erektionsprobleme. Der Nutzer landet jedoch schnell unter der Rubrik «Behandlungsmethoden» bei den «Medikamenten» und dann als erstes beim Wirkstoff der rezeptpflichtigen Eli-Lilly-Potenzpille Cialis. «Die Firma reizt mit dieser Werbung die Grenzen zur Legalität aus», sagt Joachim Gross von der Heilmittelbehörde Swissmedic. Eli Lilly bestreitet, mit der neuen Seite «Werbung für ein Präparat zu betreiben».
09. Mai 2010
