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Auch Eigentumswohnungen kommen in die Jahre. Eine Einigung über Sanierungen im Allgemeinbereich ist nicht immer einfach – vor allem, weil im Erneuerungsfonds oft zu wenig Geld ist und einige Eigentümer nicht nachzahlen wollen. K-Geld zeigt Auswege.
Rund 250'000 Menschen in der Schweiz besitzen eine eigene Wohnung. Geschaffen wurde diese Eigentumsform 1965. Entsprechend haben viele Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen unterdessen ein Alter erreicht, in dem umfangreiche Sanierungen nötig sind.
Während Besitzer von Mehrfamilienhäusern solche Massnahmen in Eigenregie planen können, entscheidet bei Stockwerkeigentümern immer die Gemeinschaft: «Das braucht viel Vorlaufzeit und oft mehrere Abstimmungen», sagt Dominik Romang, Rechtsanwalt und Präsident des Schweizer Stockwerkeigentümerverbandes. Können sich die Eigentümer nicht einigen, hat das finanzielle Folgen: Das Gebäude und damit auch die Wohnungen verlieren durch die fehlende Erneuerung an Wert.
Das kommt leider immer wieder vor – selbst dort, wo Stockwerkeigentümer eine externe Verwaltung eingesetzt haben. Diese kümmert sich meist nur um den laufenden Betrieb, denn die Betreuung von Stockwerkeigentümer-Gemeinschaften bringt wenig Geld. Das zeigen diverse Untersuchungen im Auftrag des Bundesamtes für Wohnungswesen.
Frühzeit planen, verhindert viel teuren Ärger
Dabei hätte die Verwaltung eine Schlüsselfunktion: «Der Verwalter hat es in der Hand, das Thema rechtzeitig anzuschneiden und die Geschäfte vorzubereiten», sagt Fachmann Romang. Eine gute Verwaltung sollte beispielsweise eine Unterhaltsplanung aufstellen. Dann wissen die Eigentümer auch rechtzeitig, wann welche Arbeiten anstehen könnten – und wie viel Geld dafür notwendig ist (siehe unten).
Nur: Selbst wenn die Planung vorliegt, drohen langwierige Diskussionen. Das hat verschiedene Gründe:
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Erneuerungs-Fonds besser gut äufnen
Der letzte Punkt ist vor allem dann ein Problem, wenn es im Erneuerungsfonds zu wenig Geld hat. Dies kommt häufig vor, weil die jährlichen Einlagen der Wohnungseigentümer meist sehr niedrig angesetzt werden, um die Nebenkosten tief zu halten. Ein Vorgehen, das sehr teure Folgen haben kann: Fehlt das Geld für eine nötige Sanierung, muss jeder Wohnungseigentümer hohe Beträge zuzahlen.
Fachmann Dominik Romang legt Stockwerkeigentümern deshalb ans Herz, die Einzahlungen von Anfang an genug hoch anzusetzen. Dies nicht zuletzt, weil fehlendes Geld zu weiteren Problemen führen kann: Zahlt ein Stockwerkeigentümer trotz Mehrheitsbeschluss der Eigentümerversammlung seinen Anteil an der Erneuerung nicht, muss die Gemeinschaft das Geld vorschiessen, um die Arbeiten finanzieren zu können. Im Extremfall muss sie gar eine Betreibung einleiten.
Tipps: So sollten Stockwerkeigentümer vorgehen
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23. Mai 2010 | Reto Westermann
