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Zwei Tage lang soll das neue Rexona-Deo Natural Minerals wirken. Doch saldo fand darin eine grosse Menge Aluminium. Ärzte warnen vor Juckreiz und Hautirritationen.
Eine junge Frau mit wehendem Haar springt im ärmellosen Hemdchen durch den Wald. Sie wirbt im TV-Spot für das Deo Natural Minerals von Rexona. Das Neue daran: Es habe eine «48-Stunden-Dry-Control». Dies sei ein «hochwirksamer Deoschutz, der deine Haut atmen lässt». Ganze zwei Tage soll die Haut trocken bleiben.
Doch die lange Wirkung hat einen Preis: Das Deo enthält viele umstrittene Aluminiumsalze. Das zeigt eine Messung: saldo liess den Deo-Roller und den Deo-Spray von einem Labor untersuchen. Ergebnis: Der Roller enthielt 3,4 Prozent reines Aluminium. Beim Spray war es sogar doppelt so viel: 6,8 Prozent Aluminium.
Zusammenhang mit Alzheimer und Brustkrebs vermutet
Das ist mehr, als viele andere Deo-Sprays enthalten, wie der Vergleich mit einem saldo-Test zeigt (Ausgabe 5/10). Dort enthielten nur zwei von zwölf Deos noch mehr Aluminium: Nivea for Men Dry Impact und Dove Silk Dry, nämlich 7,5 und 9,3 Prozent.
Aluminiumsalz sorgt dafür, dass die Schweissdrüsen verstopfen und weniger Schweiss austritt. Doch je intensiver der Schutz gegen das Schwitzen ist, desto grösser ist das Risiko für Nebenwirkungen. Mark Anliker, leitender Hautarzt am Kantonsspital St. Gallen, sagt: «Wenn viel Aluminiumsalz im Deo steckt, kann die Haut austrocknen und spannen.»
Die Hautärztin Bettina Schlagenhauff aus Küssnacht SZ warnt: «Je stärker ein Deo, desto häufiger kommen Hautirritationen vor.» Vor allem bei empfindlichen Menschen könne sich die Haut röten und jucken.
Forscher diskutieren sogar noch schlimmere Folgen. Denn Ablagerungen in den Gehirnen von Alzheimer-Patienten enthalten vermehrt Aluminium. Bisher ist jedoch nicht geklärt, ob aluminiumhaltige Deos Alzheimer verursachen. Ausserdem gibt es Studien, die auf einen Zusammenhang von Aluminium-Deos und Brustkrebs hinweisen.
Aluminium: Hersteller verweisen auf fehlende Alternative
Rexona schreibt saldo, sein 48-Stunden-Deo enthalte nur so viel Aluminiumsalz wie der «Durchschnitt der führenden Markenprodukte». Daher sei es auch für den «normalen Verbraucher» geeignet.
Die von saldo gefundenen Werte könne Rexona «nicht ganz nachvollziehen». Beim Vergleich von Roller und Spray sei die Art der Anwendung zu berücksichtigen: Aus dem Sprühnebel gelange weniger Wirkstoff auf die Haut, sodass die Zusammensetzung anders sein müsse als beim Deo-Roller.
Weiter schreibt Rexona, es gebe keine Alternativen zu Aluminium, wenn man das Schwitzen verhindern möchte. Studien würden belegen, dass Aluminiumsalze unbedenklich seien und nicht in Zusammenhang zu Brustkrebs stünden.
25. Mai 2010 | Ines Vogel, Redaktion Gesundheitstipp
