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Werbung mit Klimaschutzargumenten aus den 90-er Jahren

Hersteller von Kühlschränken und Spraydosen werben mit dem Label «FCKW-frei». Und das, obwohl das Mittel seit Jahren verboten ist.

Werbung mit Klimaschutzargumenten aus den 90-er Jahren

Klimaschutz ist heutzutage ein Verkaufsargument. Auf vielen Produkten ist deshalb zu lesen, wie wenig deren Herstellung dem Klima schadet. Einige Firmen greifen dabei aber zu dreisten Mitteln. So werben auch 16 Jahre nach dem Verbot von FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoff) als Kühlmittel für Kühlschränke einige Vertreiber immer noch mit dem Spruch «FCKW-frei».

So schreibt etwa Fust auf seiner Homepage über den Klein-Kühlschrank «Primotecq KS 061-IB»: «umweltfreundlich, FCKW frei». Und: Das Gerät verfügt über das Energie-Effizienz-Klasse «A». Moderne Kühlschränke gehören zur Klasse «A++».

Fust ist damit nicht alleine: Der «Samsung Refrigerator RS20BRPS» hat laut dem Online-Shop Microspot.ch das Energie-Effizienz-Label «A». Damit gehört auch dieses Gerät nicht zu den effizientesten. Dafür arbeitet es «FCKW frei».

Diese Kühlschränke sind nicht umweltfreundlicher als Konkurrenz-Produkte, sondern entsprechen punkto FCKW nur den gesetzlichen Auflagen. Fust und Microspot sagen auf Anfrage, dass die beiden Geräte Auslaufmodelle seien.

Microspot und Fust sind aber längst nicht die einzigen Firmen, die mit «FCKW frei» werben. Die deutsche Verbraucherzentrale hat 38 Firmen aufgefordert, das zu unterlassen. Darunter etwa die Firma Henkel, die auf einen Backofenspray schrieb: «Treibmittel ohne FCKW».

03. Juni 2010 | Beat Camenzind, Redaktion Online


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Coop-Kunden sollen nicht mehr erfahren, aus welchem Land Importprodukte kommen. «Hergestellt in der EU» genüge. Was halten Sie davon?
Das Herkunftsland muss weiterhin deklariert werden.
Nur das Herkunftsland reicht nicht. Es sollte noch viel detaillierter deklariert werden.
Kein Problem. Ich achte sowieso nicht drauf.
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