|
(0) |
Fremdwährungen erhält man im Ausland oft zu einem besseren Wechselkurs als in der Schweiz.
Wer sein Geld mit der Maestro- oder Postfinance-Card am Bancomaten im Ausland bezieht, fährt oft besser als am Schalter in der Schweiz, und das obwohl im Ausland Gebühren von meist 5 Franken pro Bezug anfallen.
Der Grund: In der Schweiz rechnen die Banken meist mit dem Notenverkaufskurs, bei Bezügen im Ausland gilt der tiefere Devisenverkaufskurs. Zudem drohen in der Schweiz «Strafgebühren», wenn Fremdwährungen extra bestellt werden müssen und dann nicht abgeholt werden.
Das musste der langjährige Raiffeisenbank-Genossenschafter Arthur Schweizer aus Embrach ZH erfahren. Er hatte für 300 Franken japanische Yen bei der Raiffeisenbank Embrach bestellt und in der Hektik der Reisevorbereitung nicht abgeholt. Schweizer musste eine «Umtriebsgebühr» von 50 Franken berappen. Markus Knaus, Leiter der Raiffeisenbank Embrach, verwies ihn auf Nachfrage von Schweizer auf das Kleingedruckte im Bestellformular und bestand auf Bezahlung.
Seine Begründung: «Die Yen konnten wir nur zum tieferen aktuellen Ankaufskurs zurückgeben, und die uns verrechnete Administrationsgebühr von 50 Franken mussten wir Ihnen weiterbelasten.»
29. August 2010 | Bernhard Bircher, Redaktor K-Geld
