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Während das Bundesamt für Gesundheit (BAG) weiterhin untätig bleibt, verzichten Migros und Coop künftig auf künstliche Farbstoffe in Lebensmitteln, die im Verdacht stehen, Hyperaktivität, Allergien und Krebs zu fördern (saldo 1/10).
Die Migros will diese Produkte schrittweise bis 2012 aus den Regalen nehmen. Coop verzichtet bei Eigenmarken auf die sogenannten Azofarbstoffe und das ähnlich wirkende Chinolingelb. Coop legt nach eigenen Angaben Zulieferern den Verzicht nahe. Im Juli hatten Konsumentenschutzorganisa-tionen vom BAG gefordert, eine neue EU-Regelung zu künstlichen Farbstoffen in der Schweiz zu übernehmen.
Seit Juli schreibt die EU vor, Lebensmittel mit Azofarben und Chinolingelb mit Warnhinweisen zu versehen: «Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen.» Sara Stalder von der Stiftung für Konsumentenschutz Schweiz begrüsste diese Massnahme: «Es ist nicht nachvollziehbar, dass diese Stoffe eingesetzt werden, solange sie im Verdacht stehen, die Gesundheit zu beeinträchtigen.» Das BAG lehnt obligatorische Warnhinweise ab, da die Gefährlichkeit von Azofarben nicht eindeutig bewiesen sei.
13. September 2010
