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Gemeinsame Mahlzeiten mit der Familie sind gesund. Doch wie bringt man Kinder zum Essen? Familientherapeut Jesper Juul kennt die Antwort.
Gemeinsam essen – das sei eine vernünftige Investition in die Familie, glaubt Jesper Juul. Der Familientherapeut findet es schade, wenn eine schlechte Stimmung am Tisch den Genuss an den Mahlzeiten verdirbt. Doch was sollen die Eltern tun? Juul empfiehlt ihnen, lockerer zu sein, und sagt: «Sie sollten die Erziehung in Form von Kritik, Korrektur und Lächerlichmachen am Tisch bleiben lassen.» Denn das wirke sich störend auf Ernährung, Genuss und Gemeinschaft aus.
Bei einer gemeinsamen Mahlzeit müssen auch die richtigen «Rahmenbedingungen» vorhanden sein. Im Visier hat der Däne dabei weniger die Kinder. Er sagt nämlich: «Die Eltern müssen sich richtig benehmen.» Das heisst konkret: «Sie sollten bei Mahlzeiten Fernseher, Musik und Handy ausschalten.» Damit hätten die Erwachsenen schon die Hälfte des Ziels erreicht – Ruhe und gegenseitige Aufmerksamkeit.
Mit anschaulichen Beispielen schildert Jesper Juul die verschiedenen Probleme bei Tisch und mögliche Lösungsansätze. Er gibt auch Tipps für Eltern, deren Kinder wählerisch sind oder Gemüse ablehnen. Einer seiner Ratschläge zum Thema: «Das ist nur dann ein Problem, wenn die Eltern ein Problem daraus machen.»
Fazit: Ein unentbehrliches Buch für Familien, denen das Essen mehr Frust als Lust bereitet.
07. Dezember 2010 | Gabriela Braun, Redaktion Gesundheitstipp
