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Sie sind knallbunt und heissen «Pinkie» oder «Bandito»: Mit der neuen Nano-Werbeaktion hat es die Migros abermals auf die Kleinsten abgesehen. Doch für sie können die Plastikkapseln gefährlich sein.
Sie lachen zurzeit von Plakatwänden und Zeitungsseiten: Die farbigen Spielzeugkapseln «Nano» von der Migros. Die Kapseln erhält, wer für mindestens 20 Franken einkauft. Im Innern der 3 cm langen Kapsel liegt eine Metallkugel, die die Figur zum Purzeln bringt.
Doch so lustig Nanos für Kinder sein mögen – gefährlich sind sie auch. Denn Kinder bis zu vier Jahren stecken Spielsachen gerne in den Mund. Raoul Furlano, Spezialist für Magen- und Darmkrankheiten bei Kindern am Unispital Basel, warnt: «Gegenstände von der Grösse der Nanos können in die Atemwege von Kindern gelangen oder in der Speiseröhre stecken bleiben.»
Dies könne zu akuter Atemnot führen. Bisher sei aber noch kein Kind wegen der Nanos ins Spital gebracht worden. Die Migros schreibt, man sei sich bewusst, dass Nanos «als verschluckbare Kleinteile gelten». Deshalb habe jede Verpackung einen Warnhinweis, dass Nanos für Kinder unter vier Jahren ungeeignet seien. Zudem würden «Eltern auch eine Verantwortung tragen».
13. Februar 2011 | Gabriela Braun, Redaktion Gesundheitstipp
