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Artikel | K-Tipp 05/2011

Fr. 30.– für einen Geldbezug

Wer ein Eurokonto besitzt, muss bei ­einigen Banken hohe Gebühren zahlen.

Die UBS macht ihre stolzen Gewinne auf dem Buckel der Kunden», sagt Winfried Burch (Na­me geändert). Er ist Inhaber eines Eurokontos bei der UBS. Kürzlich bezog er am Schalter 100 Euro.

Dafür musste er 30 Franken zahlen. Denn die UBS verlangt für jeden Eurobezug ab einem Eurokonto ein Prozent der Summe – mindestens aber 30 Franken.

Burch hätte den Euro-be­zug besser ab dem Frankenkonto gemacht – die UBS hätte den Betrag umgerechnet und dem Frankenkonto belastet.

Er hätte keine zu­sätzlichen Gebühren gezahlt. Euro-Transaktionen sind vom Frankenkonto aus fast immer gratis (siehe Tabelle im pdf-Artikel).

Die UBS-Begründung: «Die höheren Gebühren fallen an, da die Bewirtschaftung von Fremdwährungen teurer ist als jene von Schweizer Franken.» Die Bank erwähnt namentlich «Transport- und Sicherheitskosten».

Nur: Ob der Kunde die Euro von seinem Euro- oder von seinem Frankenkonto bezieht, ist einerlei – so oder so müssen in den Filialen Euro vorhanden sein.

Die CS schreibt: «Bei einem Eurobezug ab einem Frankenkonto findet ein Fremdwährungswechsel statt. Bei einem Eurobezug ab einem Eurokonto hingegen nicht. Für die Aufwandentschädigung der CS fallen Gebühren an.» Der Aufwand soll ausgerechnet dann entstehen, wenn kein Währungswechsel stattfindet?

Eine erneute K-Tipp-Nachfrage ergibt: Beim Währungswechsel kommt mal der Kauf-, mal der Verkaufskurs zur Anwendung. Die Differenz beträgt rund fünf Prozent. Mit dieser Marge verdienen die Banken gut.

Bei Transaktionen auf Eurokonti gibt es da­gegen keine Marge. Und deshalb halten sich viele Banken mit hohen Gebühren schadlos.

06. März 2011 | Marco Diener, Redaktion K-Tipp


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