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Die Petition gegen überhöhte Handygebühren im Ausland ist ein Riesenerfolg.
In gerade mal fünf Wochen haben 55 860 Personen die Petition von saldo, «K-Tipp» und des welschen «Bon à Savoir» gegen die hohen Roaming-Gebühren von Swisscom, Sunrise und Orange unterzeichnet.
Schweizer zahlen im Ausland für ein Gespräch in die Schweiz bis 2 Franken pro Minute. Die EU senkt die Maximaltarife der Anbieter für Auslandgespräche, SMS und Datenübertragung ab Juli markant, etwa auf 49 Rappen pro Minute für abgehende Gespräche.
Bis 2015 sollen Handytelefonate in alle EU-Staaten gleich viel kosten wie im Inland. Der «K-Tipp» hat berechnet, dass Schweizer im Vergleich zu EU-Bürgern pro Jahr 330 Millionen Franken zu viel für Auslandtelefonate per Handy bezahlen.
Die Petition wurde vergangene Woche Bundesrätin Doris Leuthard überreicht. Sie soll die Swisscom anweisen, ihre Tarife auf Juli ans EU-Niveau anzupassen. Und der Bundesrat soll festlegen, dass die EU-Obergrenze der Gebühren auch für Schweizer gilt.
19. Juni 2011 | Stefan Schuppli, Redaktion saldo
