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Währungsumrechnungen schmälern bei ausländischen Aktien den Ertrag.
Wer ausländische Aktien in seinem Depot hält, staunt gelegentlich: Je nach Bank fallen die Gewinnausschüttungen sehr unterschiedlich hoch aus. Das belegt der Fall von K-Geld-Leser Daniel Hermann (Name geändert). Er erhielt im Januar Dividenden der US-Versicherungsgesellschaft AIG in US-Dollar. Hermann hat die Aktien bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB) und bei der UBS im Depot.
Die Banken überwiesen das Geld auf sein Schweizer Anlagekonto, rechneten aber völlig anders um: Die UBS zahlte für 1 Dollar 97 Rappen, die ZKB 91 Rappen – der Unterschied machte am Ende 65 Franken. Grund: andere Umrechnungstage.
Es gibt keine Vorschrift, welchen Kurs Banken verwenden müssen. So rechnet die UBS die Dividenden an dem Tag in Franken um, an dem das Geld überwiesen wird («per Valuta»). Die ZKB nimmt den Wechselkurs zwei Tage vor Valuta. Zudem schlagen Banken unterschiedliche Wechselgebühren direkt auf den Währungskurs und weisen sie meist nicht aus. Für Privatanleger sind sie daher kaum kontrollierbar.
Tipp: Anleger mit vielen ausländischen Titeln können ein Konto in Fremdwährung eröffnen. Sie sind in der Regel aber teuer. Günstig ist die Online-Bank Swissquote: Man zahlt keine Kontoführungsgebühr. Bei physischer Auszahlungen beträgt die Gebühr 0,5 Prozent des Betrags.
28. August 2011 | Jonas Arnold, Redaktor Saldo+Online
