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«Garantiert keine Prämienerhöhung», verspricht die Krankenversicherung Visana auf Plakaten. Schön wärs.
Ende Monat wird bekannt, wie viel die Krankenkassenprämien nächstes Jahr aufschlagen. Wer bei der Visana versichert ist, sollte sich nicht zu früh freuen: Das Versprechen «Garantiert keine Prämienerhöhung*» hat ein Sternchen. Es wird in einer kleingedruckten Unterzeile erklärt: Man komme nur in elf Kantonen in den Genuss von gleichbleibenden Prämien.
Doch nicht einmal für diese Gebiete sollte das Wort «garantiert» wörtlich genommen werden. Denn der Bundesrat muss die von den Kassen angemeldeten neuen Prämien zuerst bewilligen. Das verschweigt Visana. Unternehmenssprecher Christian Beusch: «Auf dem Plakat war für diese Information kein Platz mehr. Wir verweisen auf unsere Homepage, dort findet der Kunde diese Informationen.» Auf der beworbenen Promotions-Website kann der Kunde aber bloss eine Offerte für seine Prämie anfordern. Den Hinweis auf die Prämiengenehmigung findet man erst auf der Hauptseite der Visana.
Wer nicht in den erwähnten elf Kantonen wohnt und sich über den Aufschlag an seinem Wohnort informieren will, findet nur den Hinweis, dass er mit «geringen Anpassungen» von durchschnittlich «moderaten 2 Prozent» rechnen muss. Auch darauf ist kein Verlass. Beusch erklärt, dass die Aufschläge zwischen 4 (Wallis) und 15 (Uri) Prozent betragen. Die 2 Prozent ergäben sich aus dem Durchschnitt aller Kantone – inklusive jener ohne Erhöhung.
23. September 2011 | heb
