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Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse kritisiert die Behauptung der Post, bei der Briefpost im internationalen Vergleich «günstige Preise für Top-Leistung» anzubieten. saldo hat wiederholt die hohen Preise für Porti kritisiert (saldo 1/11). Die Universität Freiburg hat im Auftrag der Post einen Vergleich von 15 Ländern gemacht. Dieser blendet laut Economiesuisse aus, dass Staaten wie Deutschland keine B-Post kennen. Auch gehen im Ausland Sendungen bis 2 Kilogramm als Briefe durch, in der Schweiz gelten sie ab 1 Kilogramm als Pakete.
Economiesuisse moniert zudem, dass in der Schweiz selbst für Briefe unter 20 Gramm die Preise von Briefen bis zu 100 Gramm gelten. So kennen Nachbarstaaten wie Italien Preisabschläge. Economiesuisse äussert zudem Zweifel an der Behauptung der Post, mit 97 Prozent aller pünktlich zugestellten A-Post-Briefe europäische Spitze zu sein. saldo-Stichproben ergaben stets schlechtere Quoten (saldo 17/10).
Die Post entgegnet, dass der Vergleich auf wissenschaftlichen Grundlagen beruhe, vom Postregulator abgesegnet sei und man alle Briefkategorien einbezogen habe.
08. Oktober 2011
