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Artikel | K-Tipp 19/2011

Fleischverkauf: Keine unabhängigen Kontrollen

Abgepacktes Fleisch darf bei Coop laut interner ­Vorschrift nicht mehr als Frischfleisch verkauft ­werden. Nur: Unabhängige Kontrollen gibts nicht.

Schwere Vorwürfe ehemaliger Coop-Mitarbeiter im «Kassensturz»: Coop-Metzger hätten systematisch abgepacktes Fleisch kurz vor Ablaufdatum als Frischware verkauft. Zudem werde ausländisches als Schweizer Fleisch deklariert. Coop hat bereits reagiert: «Metzger dürfen generell keine Ware aus der Selbstbedienung mehr auspacken und an der Theke verkaufen.»

Nur: Wie dies künftig kontrolliert werden soll, bleibt unklar, ­haben die internen Coop-Kontrollen doch bisher versagt. Die kantonale Lebensmittelkontrolle kann zwar mit Stichproben prüfen, ob Fleisch im Verkauf verdorben ist oder nicht. Doch: «Ob es kurz vor dem Ablaufdatum aus der Ver­packung herausgeholt wurde und schliesslich an der Theke als Frischfleisch angeboten wird, das können wir nicht nachprüfen», stellt der Zürcher Kantons­chemiker Rolf Etter fest. Der künftige Coop-Vizechef Philipp Wyss meint, dass künftig «nichts mehr passiert» – gleichzeitig gebe es «keine absolute Sicherheit».

Den Kunden bleibt also nur, ­genau hinzuschauen.

Die Merkmale von wirklich frischem Fleisch sind:

  • Es riecht neutral mild, keinesfalls aber süsslich, beissend oder muffig.
  • Es hat keine schmierige Ober­fläche.
  • Das Fleisch darf nicht im eigenen Saft liegen.
  • Achtung: In vielen Verkaufs­theken liegt Fleisch unter rotem Licht, damit es appetitlicher und frischer aussieht.  

12. November 2011 | Darko Cetojevic, Redaktion K-Tipp


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