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McDonald’s wirbt mit «günstigen» Preisen. Dabei ist die Fast-Food-Kette in kaum einem Land so teuer wie in der Schweiz.
Grossflächig wirbt McDonald’s damit, dass das Chicken-McNuggets-Menü in der Schweiz seit zehn Jahren gleich günstig sei, nämlich Fr. 9.90. Das stimmt zwar – aber nur für dieses Menü. Ansonsten sind die McDonald’s-Preise keineswegs gleich geblieben. Andere Menüs im Angebot, etwa das kleine McChicken-Menü oder das kleine Big-Mac-Menü, kosteten 2001 ebenfalls Fr. 9.90. Heute bittet McDonald’s seine Kunden mit Fr. 11.30 beziehungsweise Fr. 11.50 zur Kasse. Die Aufschläge erfolgten über die Jahre in kleinen Schritten.
Das Werbeversprechen «Seit 10 Jahren gleich günstig» gilt also nicht für alle Produkte. Und vor allem wirkt es wie ein Hohn, von «günstig» zu sprechen, wie ein Blick über die Grenze zeigt. McDonald’s ist in kaum einem anderen Land so teuer wie in der Schweiz. Dies belegt der sogenannte Big-Mac-Index. Dieser Index soll die Kaufkraft einer Währung aufzeigen. Dazu vergleicht er die Preise eines Big Macs in verschiedenen Ländern und rechnet sie in Dollars um.
Gemäss der Erhebung kostet ein Big Mac zurzeit in der Schweiz Fr. 6.50. Nur gerade die Norweger zahlen mit umgerechnet 7 Franken noch mehr. Ansonsten ist der Big Mac in jedem anderen Land der Welt günstiger, und zwar deutlich: In den USA kostet er rund Fr. 3.80, im Euroraum knapp Fr. 4.25.
02. Dezember 2011 | Mirjam Fonti, Redaktion saldo
