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«Mein Name ist Würgler!», stellte sich ein freundlicher Herr bei der saldo-Hotline vor und erkundigte sich: «Der Referenzzins ist doch per Dezember letzten Jahres gesunken. Kann man als Mieter jetzt auf eine Mietzinsreduktion hoffen?»
«Hoffen dürfen Sie alleweil!», antwortete ich und mahnte: «Wenn Sie aber Nägel mit Köpfen machen wollen, müssen Sie die Mietzinsreduktion auf den nächsten Kündigungstermin deutlich fordern.» Es sei nämlich nicht ausgeschlossen, erklärte ich, dass die Verwaltung den Anspruch der Mieter womöglich nicht freiwillig berücksichtige.
Der Herr bedankte sich höflich und legte auf. Nach etwa einer Stunde passierte Folgendes: «Mein Name ist Würgler!», meldete sich eine vertraute Stimme am Telefon und erkundigte sich: «Der Referenzzins ist doch per Dezember letzten Jahres gesunken. Kann man als Mieter jetzt auf eine Mietzinsreduktion hoffen?»
Ich stutzte: «Aber haben Sie nicht vor einer knappen Stunde haargenau dieselbe Frage gestellt?», forschte ich.
«Doch, schon!», entschuldigte sich Herr Würgler und erklärte, «vorher ging es um mein eigenes Problem. Diesmal rufe ich im Auftrag meiner Nachbarin vom Parterre an!»
14. Januar 2012 | Hans Ruedi Schmid
