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Bei Schweizer Banken gilt: Eine Hypothek beträgt maximal 80 Prozent des Werts eines Hauses oder einer Eigentumswohnung. Die restlichen 20 Prozent muss der Kunde selbst aufbringen. Die Bank Crédit Agricole Financements Suisse (CA) geht jetzt weiter: Sie gewährt Hypothekarkredite auch bei 10 Prozent Eigenkapital.
CA-Chef Christophe Mettler verneint, dass seine Bank deswegen höhere Risiken eingeht. Der CA-Tragbarkeitsrechnung liege ein Risikozinssatz von 5 Prozent zugrunde zuzüglich Amortisation und Unterhaltskosten. Die finanzielle Belastung fürs Wohneigentum dürfe ein Drittel des Bruttoeinkommens nicht übersteigen. «Unser Angebot fördert die Überschuldung der Kreditnehmer keineswegs», sagt Mettler.
Die Finanzmarktaufsicht (Finma) will sich zum Angebot der CA nicht konkret äussern. Sprecher Tobias Lux verweist aber auf ein Regulierungspaket des Bundesrates. Mit diesem soll eine verbindliche Eigenkapitaluntergrenze von 20 Prozent festgelegt werden. Wird diese unterschritten, muss die Bank selber mehr Eigenkapital unterlegen. Die neuen Regeln werden voraussichtlich im nächsten Halbjahr in Kraft gesetzt.
28. Januar 2012 | Thomas Lattmann, Redaktion saldo
