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Künstliche Süssstoffe in Getränken stehen im Verdacht, Herzinfarkt auszulösen. Dies zeigt eine neue Studie aus den USA.
Bis jetzt waren manche Fachleute davon überzeugt, dass künstlich gesüsste Getränke dick machen können. Nun deuten Ergebnisse einer neuen US-Studie darauf hin, dass Light-Getränke möglicherweise das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt erhöhen können. Wissenschafter der Universität Miami begleiteten rund 2500 Versuchspersonen während neun Jahren. Dabei verglichen sie solche, die täglich, gelegentlich oder gar keine künstlich gesüssten Getränke konsumierten. Allerdings unterscheidet die Studie nicht zwischen den verschiedenen Arten von Süssstoffen.
Laut dem Zürcher Präventivmediziner David Fäh liefert die US-Studie dennoch einen Hinweis darauf, dass ein Gesundheitsrisiko durch Light-Getränke nicht auszuschliessen ist. Er rät davon ab, regelmässig und viel davon zu trinken. Gemäss Fäh enthalten die Getränke zwar keine Kalorien, trotzdem seien sie nicht optimal für Leute, die auf ihr Gewicht achten wollen. «Getränke sind idealerweise kalorienfrei und ungesüsst», sagt Fäh, «am besten ist Wasser.» Denn wer mit Süssem seinen Durst lösche, entwöhne sich nicht vom süssen Geschmack. Und auch darum gehe es beim Abnehmen.
Der US-Getränkehersteller-Verband bestreitet, dass künstlich gesüsste Getränke der Gesundheit schaden können. Auch der Verband Schweizerischer Soft-Drink-Produzenten zweifelt die neue US-Studie an. Sprecher Marcel Kreber sagt: «Künstliche Süssstoffe gehören zu den bestuntersuchten Zusatzstoffen.» Sie seien auch nicht verantwortlich für Übergewicht.
10. Februar 2012 | Brigitte Jeckelmann, Redaktor Gesundheitstipp
