Spitäler: Sparpotenzial ist riesig

saldo 04/2017 vom | aktualisiert am

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Kantone wie Zürich und Luzern wollen bei einigen häufigen Operationen künftig nur noch ambulante Behandlungen ­statt stationärer Aufenthalte bezahlen. Diese Änderung kommt die Prämienzahler unter dem Strich teurer.

«Die höhere Zahl von ambulanten Eingriffen ist mitschuldig am rasanten Prämienwachstum» Anna Sax, Gesundheitsökonomin (Bild: iSTOCK)

«Die höhere Zahl von ambulanten Eingriffen ist mitschuldig am rasanten Prämienwachstum» Anna Sax, Gesundheitsökonomin (Bild: iSTOCK)

Die halbprivat versicherte Patientin musste ihr Zimmer in der Privatklinik am Sonntag beziehen. Der Arzt operierte ihr Knie am Dienstag. Solche Terminplanung ist nicht selten: Laut Erika Ziltener vom Dachverband der Patientenstellen «gibt es oft keine zwingenden Gründe für eine Spitaleinweisung».

Einzelne Kantone gehen nun dagegen vor: Der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf (CVP) will ab Sommer 13 Eingriffe im Spital nur noch ambulant durchführen lassen. Dazu zählen Operationen an Mandeln, Krampfadern, Meniskus sowie das Einsetzen von Herzschrittmachern. Auch der Zürcher Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP) will, dass sich sein Kanton ab 2018 nur noch an stationären Kosten beteiligt, wenn keine ambulante Behandlung möglich ist. So sollen Patienten nach der Operation an der Leiste oder des grauen Stars nach Hause gehen. Ausnahmen müssen die Ärzte künftig begründen. Der Kanton will damit 7 Millionen Franken pro Jahr sparen.

Hintergrund: Die Kosten von ambulanten und stationären Behandlungen gehen weit auseinander. [...]

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