Die mysteriöse Herkunft von Tabletten

Gesundheitstipp 09/2018 vom | aktualisiert am

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Auch in der Schweiz schluckten Tausende verunreinigte Blutdrucksenker, deren Wirkstoff in China produziert wurde. Patienten können auf andere Mittel ­ausweichen.

Zhejiang Huahai Pharmaceutical in Linhai, China: Die Firma produzierte den gefährlichen Wirkstoff (Bild: Weng Lei/AFP)

Zhejiang Huahai Pharmaceutical in Linhai, China: Die Firma produzierte den gefährlichen Wirkstoff (Bild: Weng Lei/AFP)

Die Geschichte sorgte in ­diesem Sommer in ganz ­Europa für Aufregung bei Patienten und Behörden: Chine­sische Präparate des Blutdruck­senkers Valsartan waren mit dem Krebsgift Nitrosamin verunreinigt. Auch die Schweizer Generika­hersteller Axapharm, Helvepharm, Mepha Pharma und Spirig Healthcare mussten ihre Medikamente aus den Apotheken zurückrufen.

Quelle der Verunreinigung war die chinesische Firma Zhejiang ­Huahai Pharmaceutical. Sie produzierte den Wirkstoff im Auftrag der Hersteller (siehe Unten).

Mit der Rückrufaktion der Hersteller sind die Probleme noch nicht ausgestanden. Experten befürchten, dass auch andere Generika mit Nitrosamin verseucht sein könnten. Die deutschen Chemiker Helmut Buschmann und Ulrike Holzgrebe fordern in der «Deutschen Apo­theker-Zeitung», die Behörden müssten weitere Medikamente mit ähnlichen Wirkstoffen unter­suchen. Blutdrucksenker wie Candesartan, Irbesartan oder Lo­sartan seien chemisch ähnlich auf­gebaut wie Valsartan. Auch diese Sartane sind in der Schweiz zu­gelassen.

Die Entdeckung des Krebsgifts in den Medikamenten wirft ein Schlaglicht auf Importe aus Asien. [...]

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