«Ich erwachte auf der Intensivstation»

Gesundheitstipp 12/2018 vom

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Wer Insulin spritzt, nimmt oft zu. Vor allem jüngere Patientinnen reduzieren dann die Dosis, um Kilos zu verlieren – und setzen sich grossen Risiken aus.

Insulin bei Diabetes: Patienten, die sich zu wenig spritzen, riskieren Augen- und Nierenschäden (Bild: ISTOCK)

Insulin bei Diabetes: Patienten, die sich zu wenig spritzen, riskieren Augen- und Nierenschäden (Bild: ISTOCK)

Mit 15 Jahren erfuhr Simone Abegglen (Name ge­ändert), dass sie Diabetes Typ-1 hat. Dann bildet die Bauchspeichel­drüse kein Insulin mehr, der Zucker häuft sich im Blut an. Doch mit den Diätvorgaben und dem Spritzen von Insulin kam die Freiburgerin nicht gut zurecht. Denn spritzt man zu viel, bekommt man Appetit, zudem füllt der Körper die Fettspeicher – beides führt zu Übergewicht. 

Abegglen kontrollierte ihr Gewicht mit einer eigenwilligen Strategie: «Bevor ich Kohlenhyd­rate wie Teig­waren oder Brot ass, spritzte ich Insulin. Danach erbrach ich das ­Essen wieder.» Doch mit der Zeit spritzte sie immer weniger Insulin, weil sie ja wusste, dass sie das Essen wieder erbrach. Ein fataler Kreislauf: «Ab dem Alter von 17 Jahren lebte ich mit einem konstant viel zu hohen Blutzucker.» 

Patienten schlittern oft in die Magersucht

Die heute 44-jährige Simone Abegg­len ist kein Einzelfall. Ärztin Bettina Isenschmid vom Kompetenzzentrum für Essverhalten des Spitals Zofingen AG sagt: «Wir sehen das Phänomen regelmässig – vor allem bei jüngeren Frauen. [...]

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