Krebsoperationen: Mehr Erfahrung – weniger Todesfälle

saldo 17/2017 vom | aktualisiert am

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Riskante Krebsoperationen sollte man am besten in ­einem Spital durchführen ­lassen, das viel Erfahrung mit solchen Fällen hat. Denn dort sterben bei den Eingriffen weniger Patienten als in ­anderen Kliniken. Das zeigt eine Schweizer Studie.

Operation: Je routinierter das Team, desto grösser die Erfolgschancen (Bild: KEYSTONE)

Operation: Je routinierter das Team, desto grösser die Erfolgschancen (Bild: KEYSTONE)

Zu viele Patienten gehen für eine komplizierte Krebs­operation in ein Spital mit zu wenig Routine. Ein Beispiel sind Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse wegen eines ­Tumors. Jede dritte der rund 700 Operationen im Jahr 2015 fand laut Bundesamt für Gesundheit in einem Spital statt, das weniger als 30 solcher Eingriffe pro Jahr vornahm. Jede ­zehnte Operation führte sogar ein ­Spital durch, das weniger als zehn Fälle betreut hatte.

Ulrich Güller, stellvertretender Chefarzt für medizinische Onkologie am St. Galler Kantonsspital, rät, «sich für  einen solchen Eingriff lieber nicht von wenig erfahrenen Chirurgen in einem Spital mit kleinen Fallzahlen operieren zu lassen». 

Forscher analysierten Daten von 18 000 Krebspatienten

Güller stützt sich auf die Ergebnisse einer neuen Studie. Er und seine Kollegen haben ausgewertet, wie viele von rund 18 000 Krebspatienten eine Hochrisikooperation an Bauchspeicheldrüse, Speiseröhre, Magen oder Mastdarm zwischen den Jahren 1999 und 2012 nicht überlebten. Das Resultat ist eindeutig: Bei den entsprechenden Eingriffen starben in Schweizer Spitälern mit hohen Fallzahlen durchschnittlich weniger Operierte als in Spitälern, die nur selten solche Eingriffe vornahmen.

Konkret: Bei Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs war die Sterberate in den Zentren mit hohen Fallzahlen um 68 Prozent tiefer als in kleineren Spitälern. [...]

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