Mikrofasertücher: Sehr gut und günstig

K-Tipp 19/2013 vom

Mikrofasertücher ­reinigen ohne chemische Zusätze. Und wirksame Produkte müssen nicht viel ­kosten. Dies belegt ein «Kassensturz»-Test.

Die scharfkantigen Fasern schieben den Schmutz zur Seite, die weichen Fasern saugen ihn auf: Nach diesem Prinzip funktionieren Reinigungstücher aus Mikrofasern. Der «Kassensturz» hat zehn der meist­verkauften Produkte ins Labor geschickt. Die Prüfkriterien: Wie gut reinigen die Tücher Glasscheiben und Kunststofflaminate, die mit Fett, Öl und Kohlestaub verschmutzt sind? Imitiert wurden auf diese Weise 

die Luftverschmutzung an Scheiben bzw. Verunreinigungen, wie sie in der ­Küche vorkommen. Zudem wurde getestet, ob die Tücher wirksam trocknen und ob sie Schlieren hinterlassen.

Die wichtigsten Test­ergebnisse: Sehr gute und gute Resultate erzielten unter anderen die beiden günstigsten Tücher. Und die teuersten Produkte ­landeten auf den hinteren Rängen. Das klar beste Preis-Leistungs-Verhältnis weist das Mikrofasertuch Prix Garantie von Coop auf. Es kostet gerade mal 98 Rappen. Das nur wenig besser bewertete Tuch Sup­air Cleanwell von Manor hingegen ist rund fünfmal so teuer.

Hauptmangel bei den Reinigungstüchern, die am wenigsten überzeugten: Sie hinterlassen vor allem auf Glas unschöne Spuren.


Die Gesamtnote «sehr gut» gabs für:

  • Supair Cleanwell, The Premium Micro­fibre (gekauft bei ­Manor, Preis pro Tuch: Fr. 4.95)
  • Prix Garantie ­Mikro­- fasertücher (Fr. –.98, Coop)


«Gut» waren:

  • Ana Aqualina Micro­faser-Frotteetuch (Fr. –.98, Denner)
  • Leifheit Universaltuch Micro Magic (Fr. 3.95, Jumbo)
  • Mikrofasertuch «Für das ganze Haus» (Fr. 3.70, Obi)
  • Aquapur Micro-Universaltücher (Fr. 1.26, Lidl)
  • Miobrill Microfaser-­Reinigungstücher (Fr. 4.50, Migros)
  • Qualité & Prix Uni­versaltücher Super Clean Micro (Fr. 2.30, Coop)
  • Scotch Brite Micro­fiber Multifunktion (Fr. 7.75, Coop)


Es geht auch ohne Putzmittel

Mikrofasertücher sind saugstark und flusenfrei. Sie eignen sich als Geschirr- und Bodenlappen sowie zum Polieren von Glas, Spiegeln und ­verchromten Oberflächen. Ebenso kann man sie zum Staubwischen verwenden.

Anwendungstipps:

  • Wer Mikrofasertücher verwendet, sollte auf Reinigungsmittel verzichten. Putzmittel (auch Seife) verkleben die Oberflächen der Fasern und vermindern so ihre Wirkung. 
     
  • Bei Mikrofasertüchern mit unterschiedlich beschaffenen Seiten gilt: Verschmutzungen wie Staub und Fingerabdrücke mit der feinen Seite behandeln, stärkere Verschmutzungen mit der rauen Seite.
     
  • Möglichst wenig Wasser verwenden: Je nasser das Tuch, desto weniger Schmutz nimmt es auf. Deshalb vorgängig das Tuch befeuchten und gut auswringen. Oder die zu reinigende Fläche mit ­Wasser besprühen und mit dem trockenen Tuch darüber wischen.
     
  • Beim Reinigen nicht zu stark drücken, weil sonst die Fasern nicht ihre volle Wirkung entfalten können.
     
  • Oft braucht man etwas ­Geduld: Erst wenn alle Rei­nigungsmittelreste entfernt sind, putzen Mikrofaser­tücher wirklich effizient.
     
  • Das Tuch nach Gebrauch mit wenig Gallseife aus­waschen, gut auswringen und zum Trocknen aufhängen. Das Tuch nach mehrmaligem Gebrauch in der Maschine waschen.
     
  • Beim Waschen niemals  Weichspüler verwenden, sonst verkleben die Mikro­fasern.
     
  • Ungeeignet sind Mikro­fasertücher fürs Reinigen von geöltem Holz. Denn das Gewebe löst die schützende Ölschicht her­aus. Ebenso wenig darf man Mikrofaserprodukte auf Hochglanzober­flächen anwenden, weil diese sonst stumpf werden.


Wer mit Putzmitteln arbeitet: 

  • Nur normale Reinigungslappen verwenden – zum Beispiel aus Baumwolle.
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