Pflegeheime bedienen sich bei den Krankenkassen

saldo 19/2017 vom

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Viele Pflegeheimbewohner werden auf dem Papier ­kränker gemacht, als sie sind. Die Heime erhalten dann von den Krankenkassen mehr Geld. Die Zeche zahlen die Prämienzahler. Mehr Kontrollen würden zu Einsparungen führen.

Pflegeeinstufungen (Bild: istock)

Pflegeeinstufungen (Bild: istock)

Eine Pflege­fach­frau eines Heims in der Nordwestschweiz sagt ­ge­genüber ­saldo: Die Pflege­dienst­­leiterin habe von ihr und den andern Mitarbeitern verlangt, den Pflegebedarf der Bewohner ­höher anzugeben, als dieser tatsächlich ist. 

Der Grund: Je ­höher das Heim den Pflegebedarf gegenüber den Krankenkassen angibt, desto mehr Geld erhält es von ihnen. Die Heime legen den Pflegebedarf ihrer Bewohner selbst fest. Dazu müssen sie ein von den Kassen anerkanntes Einstufungssystem anwenden. 

Beispiel: Eine Pflegerin beobachtet eine neue Bewohnerin sieben Tage lang und notiert, wie viel Hilfe sie beim Anziehen, Essen und Waschen braucht. Am Schluss gibt sie den Pflege­bedarf in einer Skala von 1 bis 12 an. Bei der Pflegestufe 1 ist der Aufwand am geringsten, bei Stufe 12 am höchsten. Die Heime müssen die ­Pflegestufe alle sechs Monate überprüfen.

8000 Franken Mehreinnahmen pro Pflegestufe und Jahr

Ein Heim kann rund 8000 Franken pro Bewohner und Jahr zusätzlich einstreichen, wenn es eine höhere Pflegestufe angibt als nötig. Das ergibt sich aus den kantonalen Tarif­ordnungen. [...]

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