Post: korrekt, aber kleinlich

K-Tipp 2/2000 vom

Falsche Adresse wurde teuer.
«Das ist doch reine Abzockerei», sagt Lilo König aus Zürich. Für ein Päckli,
das mit der falschen Hausnummer adressiert war, musste sie als Empfängerin
noch einmal das ganze Porto von Fr. 4.70 bezahlen.
Gemäss Post-Sprecherin Brigitte Rossetti werden die Päckli direkt vom Paket-
Zentrum Mülligen aus zugestellt. «Kann der Pöstler das Päckli nicht abliefern,
nimmt er es wieder nach Mülligen mit.» Dort suchen sie die richtige Adresse
heraus, bevor das Paket erneut nach Zürich kommt. «Die Sendung wird zweimal
zugestellt. Das Zusatzporto ist also korrekt.»
Korrekt mag dies zwar sein. Kleinlich ist es allemal. Der Postkunde erwartet
mit Sicherheit einen anderen Service. Brigitte Rossetti zeigt Verständnis,
meint aber: «Seit die Post privatwirtschaftlich organisiert ist, kann sie es
sich nicht mehr leisten, einen solchen Service gratis zu erbringen.» (pag)
0

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Artikel verwalten

Dieser Artikel ist folgenden Themen zugeordnet

Weitere Artikel zum Thema

Warnung vor Autohändler (verkauft defekte Fahrzeuge frisch ab Service/MFK). Rechtsverhalt?

Swisspost GLS

Autohändler bietet 12Monatsgarantie, will aber nicht für den Schaden haften