Roaming-Gebühren: Ständeratskommission gegen Konsumenten

29. Juni 2012

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Die vorberatende Kommission des Ständerates legt eine Motion gegen überrissene Handy-Gebühren auf Eis. Die Telekom-Firmen dürfen weiter die Konsumenten abzocken.

Wenn Schweizer im Ausland mit dem Handy telefonieren (Roaming), bezahlen sie dafür bis zu fünf Mal mehr als EU-Bürger. Das beschert den Telekom-Firmen satte Gewinne. Seit September 2011 sind das 256 Millionen Franken, wie ein Zähler auf www.ktipp.ch zeigt.

K-Tipp, «Saldo» und «Bon à Savoir» hatten deshalb im Jahr 2011 eine Petition für tiefere Roaming-Gebühren lanciert. 56 000 Leser unterschrieben die Forderung. Der Nationalrat hiess darauf eine gleichlautende Motion mit 181 zu 5 Stimmen gut.

Trotz dieses klaren Entscheids spielt der Ständerat nun auf Zeit. Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerats hat die Motion sistiert. Laut Medienmitteilung möchte sich die Kommission «noch vertiefter» mit dem Thema beschäftigen und «das Gespräch mit den betroffenen Unternehmen suchen».

Tipp: Mit einem billigen Handy für die Ferien und einer ausländischen SIM-Karte verhindern Sie hohe Roaming-Gebühren. Details dazu im Artikel «Der Trick mit den Ferien-Handys: So verhindern Sie hohe Gebühren».

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Kommentare

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von dao3978 am
29.06.2012, 20:35

Irreführender Titel

Weshalb ein solcher Unkenruf? Es wird sich ja erst noch zeigen, zu welchem Schluss die Kommission kommt. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

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