Sexualhormone für rentable Zucht

K-Tipp 12/2017 vom | aktualisiert am

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Die Fleischwirtschaft wirbt mit dem Verbot von Hormonen in der Tierhaltung. Doch Schweine- und Rinderzüchter dürfen Sexualhormone einsetzen.

Muttersau: Hormoneinsatz bei jedem zehnten Tier (Bild: ISTOCK)

Muttersau: Hormoneinsatz bei jedem zehnten Tier (Bild: ISTOCK)

Der Branchenverband Proviande wirbt auf seiner Internetseite für Fleisch aus Schweizer Produktion. Eines der Argumente: Hormone seien bei Schweizer Nutz­tieren verboten. Doch das stimmt so nicht: Laut der Datenbank des Heilmittelinstituts Swissmedic sind in der Schweiz allein für Schweine mehr als 15 verschiedene Hormonpräparate zugelassen. Sie wirken auf den Sexualzyklus der Tiere, gelten aber laut Gesetz nicht als hormonelle Leistungsförderer zwecks schnellerer Mast. Diese sind in der Schweiz wie in der EU verboten. 

Der Unterschied besteht laut Bundesamt für Veterinärwesen vor allem in der Anwendungsdauer: Leistungsförderer werden über eine längere Zeit eingesetzt, während Sexualhormone nur punktuell angewendet werden und im Körper der ­Tiere nach kurzer Zeit nicht mehr nachweisbar sind.

Schweinezüchter können auf Verschreibung durch ­einen Tierarzt bestimmte Sexualhormone einsetzen, um bei Sauen die Brunst auszulösen. Das optimiert den Betriebsablauf: Die Tiere können zur gleichen Zeit besamt werden, und sie ferkeln nach einer Tragzeit von 115 Tagen gleichzeitig ab, wie es im Fachjargon heisst. Zahlen zur Menge der verwendeten Hormone kennen weder die Gesellschaft der Schweizer Tierärzte noch das Bundesamt. Der Einsatz der Mittel wird nicht zentral erfasst. [...]

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