Ultraschall gegen Brustkrebs

Gesundheitstipp 09/2018 vom | aktualisiert am

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Ultraschalluntersuche sollen Tumoren in der Brust erkennen können. Kliniken bewerben die Methode als Alternative zur Mammografie.

Vorsorgeuntersuch: Kassen zahlen Ultraschall nur, wenn das Brustkrebsrisiko erhöht ist (Bild: Your_Photo_Today)

Vorsorgeuntersuch: Kassen zahlen Ultraschall nur, wenn das Brustkrebsrisiko erhöht ist (Bild: Your_Photo_Today)

Die Spital Thurgau AG empfiehlt Frauen mit dichtem Brust­gewebe oder mit Im­plan­­ta­ten den Brustuntersuch mit Ultraschall. Er sei aussagekräftiger als die Mammografie. Das Uni-­Spital ­Zürich wirbt auf seiner Website mit einem Inserat des Geräte­herstellers und schreibt: Ultra­schall bringe zusammen mit Mammo­grafie eine «bedeutende Verbesserung» beim Erkennen von Brustkrebs. Viele Kliniken haben diese Alternative zur Mammografie. Vor allem bei jungen Frauen mit dichtem Gewebe soll Ultraschall Tumoren zuverlässiger sichtbar machen. 

Doch ob das stimmt, ist laut Igel-­Monitor, dem medizinischen Dienst der deutschen Kranken­kassen, nicht klar: Die Forscher klärten ab, ­ob der Brustuntersuch per Ultraschall Frauen ab 40 Jahren davor bewahren kann, an Brustkrebs zu sterben. Fazit: Ultraschall hat weder als al­leinige Methode noch als Ersatz der Mammografie einen zusätzlichen Nutzen. Das bestätigen kanadische Forscher. Sie überprüften neun Studien mit Daten von 1998 bis 2015: Es gebe keinen Beleg, dass weniger Frauen an Brustkrebs ­sterben, wenn man sie mit beiden Methoden untersuche.

Der Berner Präventivmediziner Peter Jüni von der kanadischen Uni Toronto sagt, keine einzige Studie belege, dass Ultraschall zur Diagnose von Brustkrebs nötig sei. [...]

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