Arbeitgeber verlangt von mir ein Buch zu lesen

21. Mai 2019

von

Mein Arbeitgeber verlangt von mir ein Buch zu lesen. Darüber muss ich eine Zusammenfassung schreiben. Diese dann später abgeben und ich kann aufgefordert werden einen Vortrag vorzubereiten und diesen zu halten (Grössenortnung ca. 15 min.). Lesen des Buches inklusive Vorbereitung fallen in meine Freizeit. Darf mein Arbeitgeber dies von seinen Mitarbeiter verlangen? Ich freue mich über eure Beiträge.

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Kommentare

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von Sirio am
24.05.2019, 11:33

Gleiche Meinung

Ich sehe das im Kern keineswegs anders und habe denn auch geschrieben "womit die dafür aufgewendete Zeit als Arbeitszeit gilt." Das Lesen eines Fachbuches mit anschliessendem Weitergeben des erworbenen Wissens an die Mitarbeiter der Firma kann man wohl durchaus als berufliche Weiterbildung betrachten. Die Frage, ob es sich um Arbeit oder Weiterbildung handelt, ist im gegebenen Zusammenhang aber schlussendlich sekundär.

von SwissMen am
23.05.2019, 16:45

Definitiv Arbeit und damit Arbeitszeit die zu bezahlen ist.

Im Gegensatz zu Sirio sehe ich das anders. Der Arbeitgeber darf keine Arbeit in der Freizeit aufgeben die unbezahlt ist Freizeit ist zur Erholung definiert und Weiterbildung ist es ja nicht es steht ja kein Kursbesuch an sondern einen Vortrag vor wem auch immer im Interesse des Chefs. Das ist ganz klar ein Arbeitsauftrag nichts anderes.

von Sirio am
21.05.2019, 09:08

Angeordnete Weiterbildung

Meiner Ansicht nach ist diese "Übung" als vom Arbeitgeber angeordnete Weiterbildung zu betrachten, womit die dafür aufgewendete Zeit als Arbeitszeit gilt (Art. 13 Abs. 4 der Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz). Der Arbeitgeber wird sich evtl. damit herausreden wollen, dass Sie als Arbeitnehmer auch persönlich vom Wissen aus dem von ihm hoffentlich finanzierten Buch profitieren. Hier kommt es zwar auch auf die behandelte Thematik an, doch insbesondere angesichts des (Miss-)Verhältnisses zwischen den vom Arbeitgeber übernommenen Kosten und der von Ihnen voraussichtlich aufzuwendenden Zeit scheint mir dieses Argument wenig überzeugend.

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