Haus erben

20. März 2017

von

Hallo, Hätte da noch ein paar Fragen: Meine Grossmutter verstarb kürzlich - sie hinterlässt ein Haus und etwas Geld. Sie hatte 3 Kinder - es sind noch zwei am Leben, das 3te Kind hat 2 Kinder (Theoretisch müsste alles auf 3 Personen aufgeteilt werden, der 3. Teil dann noch auf 2 Personen - sofern ich das richtig sehe). Das Haus wurde weder verkauft noch an eines der Kinder vererbt: wem gehört es? Sollte sich eines der Kinder dazu entscheiden, das Haus zu kaufen, was kommt den restlichen Erben zu (das 2. Kind sowie die 2 Kinder des verstorbenen 3. Kindes)? Vielen Dank für ihre Antworten! Gruss Susanna

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Kommentare

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von Rechtsberatung K-Tipp+saldo am
22.03.2017, 16:55

Erbrecht

Bewertungsmassstab ist der Verkehrswert des Hauses im Zeitpunkt der Erbteilung. Sind sich die Erben uneinig, müssen letztlich Experten beigezogen werden, um den Verkehrswert zu schätzen. Da es aber keine objektiven und unanfechtbaren Schätzungen gibt, sollte im Zweifelsfall ein zweites und vielleicht sogar ein drittes Gutachten eingeholt werden. Einigen Sie sich darauf, dass ein Erbe das Haus übernehmen soll, der sich dieses eigentlich gar nicht leisten kann, wäre beispielsweise der Abschluss eines Darlehensvertrages oder die Errichtung eines Grundpfandrechtes eine Option.

von Susanna17 am
21.03.2017, 09:32

Wer bestimmt den Wert des Hauses?

Vielen Dank für die oben stehende Antwort! Nächste Frage: Wer bestimmt den Preis des Hauses und somit die Somme die die restlichen Erben kriegen? Was geschieht, wenn der Erbe der das Haus "gekauft" hat, kein Geld hat um die übrigen Erben zu bezahlen? Ja, mein Grossvater verstarb schon vor ein paar Jahren. Nochmals vielen Dank für ihre Hilfe. Gruss Susanna

von Rechtsberatung K-Tipp+saldo am
21.03.2017, 07:38

Erbrecht

Ihren Überlegungen sind korrekt. Sofern der Mann Ihrer Grossmutter auch bereits verstorben ist und sie kein Testament hinterlassen hat, gelangt ihr Nachlass an ihre Nachkommen. Je einen Drittel erhalten die noch lebenden Kinder, und je ein Sechstel geht an die beiden Kinder des bereits verstorbenen Kindes der Erblasserin. Bis zur offiziellen Teilung der Erbschaft bilden die vier Erben eine so genannte Erbengemeinschaft, d.h. sie können nur gemeinsam handeln. Einigen die Erben sich darauf, dass Erbe XY das Haus übernimmt, so muss dieser Erbe die anderen auszahlen.

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